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Urb-X: Verkehrsgarten light

Vor Wochen wurde sie angekündigt, nun liegt sie vor: Die Baupublikation für eine Teststrecke einer Velohochbahn. Es handelt sich um ein Mini-Projekt mit stolzem Preis.

Christian Mensch
Christian Mensch
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Nun liegt die Baupublikation öffentlich auf: Eine Teststrecke der Velohochbahn Urb-X auf dem Transformationsareal Bahnhof Wolf (vulgo: Smart City Basel).

Der Mobilitätstraum des Baselbieter Grünen-Tandems Klaus Kirchmayr und Balint Csontos (und des ex-BLKB-Chefs Beat Oberlin auf dem Gepäckträger) hätte eigentlich für das Schwingfest in Pratteln aufgebaut werden sollen. Trotz maximaler Polit-Verfilzung scheiterte das Vorhaben jedoch. Nun also eine Minimalversion davon auf städtischem Boden.

Die Pläne zeigen ein vollständig nutzfreies Projekt: Eine knapp 400 Meter lange hochgelegte Velostrecke von Nirgendwo ins Nirgendwo. Auch nicht versehentlich wird sich darauf je ein Velofahrer verirren. Und dies zu einem stolzen Preis von 1,2 Millionen Franken. Nicht einmal die mitgeplante Anbindung ans Strassennetz kann realisiert werden.

Erfolg sieht anders aus, aber träumen lässt sich dennoch weiter davon. Etwa vom Zuschlag, dereinst eine direkte Veloverbindung entlang der Elsässerbahn über den Zoo realisieren zu dürfen. Oder gar eine begrünte Velostrecke im fernen Singapur.

Ein Vorschlag zur Güte: Derzeit wird der Verkehrsgarten Morgartenring saniert. Weshalb nicht da ein zweite Etage aufbauen? So hätten nicht nur die grossen, sondern auch die kleinen Kinder ihre Freude.

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