Persönlich
Von Untergehenden und Neuankömmlingen

Während ein Fussballklub tauchen muss, kommt irgendwo auf der Welt ein Mini-Mensch zur Welt. Was das mit den Emotionen macht? Viel!

Lea Meister
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Freud und Leid sind oft nicht weit voneinander entfernt. Oder anders gesagt: Ein kleines Babyköpfchen kann den Fussball schon einmal in Vergessenheit geraten lassen.

Freud und Leid sind oft nicht weit voneinander entfernt. Oder anders gesagt: Ein kleines Babyköpfchen kann den Fussball schon einmal in Vergessenheit geraten lassen.

Symbolbild/Freshfocus

Das Leben als FCB-Fan war schon freuderfüllter, da sind wir uns wohl alle einig. So habe ich mich in den vergangenen Wochen mehrfach dafür entschieden, FCB-Spiele «abzubrechen» und zu einem Spaziergang aufzubrechen. Ja, auch bei Eiseskälte im Schnee. Denn auch dann haben mich die kleinen Spaziergänge mit mehr Wärme erfüllt als das auf dem Rasen Gezeigte.

So weit so gut, auch am Mittwoch hatte ich Besseres vor: Meinen «Göttibueb» kennen lernen. Beim Stand von 2:0 für den FC Winterthur schaltete ich also den Fernseher aus und machte mich auf die Socken Richtung Mini-Mensch. Dort angekommen, vergass ich dann innert Sekundenschnelle, dass ich soeben ein Fussballspiel abgebrochen hatte. Wahrscheinlich vergass ich beim Anblick der winzigen Fingerchen und des Köpfchens sogar, dass es den Fussballsport überhaupt gibt.

Plausibler Grund für die Gleichgültigkeit

Ein neues Menschlein auf dieser Welt begrüssen zu dürfen, ist doch etwas vom Allerschönsten auf der Welt. Und gleichzeitig auch ein absolut plausibler Grund, für einen Moment das rotblaue Fussballdebakel völlig auszublenden. Auf dem Heimweg war ich dann entsprechend auch mit zahlreichen Babyfotos beschäftigt. Das Schlussresultat kam mir erst danach zu Ohren. An meiner Zufriedenheit über das Kennenlernen meines «Göttibuebs» (ja, er ist zum Anbeissen!) konnte jedoch nicht einmal ein 6:2 rütteln. Die Prioritäten könnten sich den Gegebenheiten anpassen ...