ProRheno
Wegen Hafenbahnhof: Sanierung der Kläranlage kommt teurer als erwartet

Eigentlich läuft bei der Sanierung der Kläranlage ARA der ProRheno in Basel alles nach Plan. Nur: Weil die heutigen Pläne in der Hafenentwicklung bei der Projektierung der neuen ARA noch nicht bekannt waren, ist nun rasches Handeln gefordert. Das Betriebsgebäude muss umziehen.

Nora Bader
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Ein Einblick in die Basler Abwasserreinigungsanlage.

Ein Einblick in die Basler Abwasserreinigungsanlage.

Kenneth Nars

Vor rund drei Jahren bewilligte der Grosse Rat 211,9 Millionen Franken für die dringend notwendige Sanierung der Kläranlage ARA Basel der ProRheno AG: Die biologische Reinigung muss verbessert werden und es wird eine neue vierte Stufe zur Reduktion von sogenannten Mikroverunreinigungen gebaut. Der Neubau bedingt, dass die verschiedenen Teile der ARA anders angeordnet werden. Vor allem muss auch das heutige Betriebsgebäude mit der Leitzentrale umziehen.

Nun hat sich herausgestellt, dass das neue Betriebsgebäude genau dort liegen würde, wo eine Bahnverbindungslinie vom Badischen Bahnhof zum Südquai am Hafen wäre. Dieser Eisenbahnanschluss muss gewährleistet sein, um am Südquai einen Hafenbahnhof möglich zu machen. Da die neue Kläranlage in zwei Jahren in Betrieb gehen soll, ist gemäss Kanton rasches Handeln gefordert. Dies fordert zusätzliche Kosten, weil die heutigen Pläne in der Hafenentwicklung der Projektierung der neuen ARA noch nicht bekannt war, wie Claus Wepler, Generalsekretär des Departements für Wirtschaft, Soziales und Umwelt, auf Anfrage erklärt.

Bestehender Hafenbahnhof soll umziehen

Konkret geht es um Zusatzkosten von 2,1 Millionen Franken. Der Regierungsrat hat dem Grossen Rat eine entsprechende Ausgabenbewilligung unterbreitet, wie er am Dienstag mitteilt. Die Planungen zur Verlagerung des bestehenden Hafenbahnhofs am Altrheinweg als wichtiges Element für die städtebauliche Entwicklung in Klybeck-Kleinhüningen würden zu diesen Zusatzkosten führen beim Bau der neuen kommunalen Kläranlage ARA Basel (Projekt EABA).

Als Vorleistung für eine mögliche spätere Realisierung eines Hafenbahnhofs in einer neuen Variante am Südquai müssten das neue Betriebsgebäude der ProRheno AG an einem anderen Ort als geplant und eine neue Lagerhalle in geänderter Form realisiert werden, teilt die Regierung mit. Weil das Projekt EABA weit fortgeschritten sei, müsse die Verlegung des ARA-Betriebsgebäudes bereits jetzt vorgenommen werden, um Verzögerungen im Bauablauf zu vermeiden.