Psychische Gesundheit
UPK Basel verzeichnet einen deutlichen Anstieg von jungen Patientinnen und Patienten

Rund 40 Prozent mehr Anmeldungen von Kindern und Jugendlichen gab es 2020 an den Universitären Psychiatrischen Kliniken. Grund dafür ist die Corona-Pandemie. Keinen Anstieg gab es dagegen bei der Klinik für Erwachsenen.

Laura Pirroncello
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Die Pandemie setzt Kinder und Jugendlichen stärker zu als Erwachsenen.

Die Pandemie setzt Kinder und Jugendlichen stärker zu als Erwachsenen.

Pixelfit / E+

Im Jahr 2020 bekamen die Universitären Psychiatrischen Kliniken (UPK) die Corona-Pandemie deutlich zu spüren. Wie der Geschäftsbericht zeigt, gingen die Patientenzahlen im vergangenen Jahr insgesamt leicht zurück. Im stationären Bereich wurden 2'762 Austritte verzeichnet. Das seien 184 weniger als 2019, schreiben die UPK. Bei den ambulanten Fällen kam es zu einem Rückgang von 7,7 Prozent.

Im Zusammenhang mit psychischen Belastungen infolge der Pandemie konnte bei Erwachsenen keine steigende Nachfrage an den UPK nachgewiesen werden. Anders sieht es allerdings bei den Kindern und Jugendlichen aus. Hier haben die Anmeldungen ab September um rund 40 Prozent zugenommen.

Home Treatment wirkt sich positiv aus

2019 wurde das sogenannte Home Treatment der UPK eingeführt. Die Patientinnen und Patienten werden also Zuhause behandelt. Dies haben gemäss Mitteilung im Jahr 2020 dazu beigetragen, dass die fürsorgerischen Unterbringungen zurückgegangen seien.

Was die Finanzen fürs Jahr 2020 betrifft habe die UPK trotz aussergewöhnlicher Umstände ein positives Ergebnis erzielen können.