Musikförderung

Reaktionen auf die Forderungen der IG Musik Basel

RFV-Geschäftsleiter Alain Schnetz reagiert offen auf die Forderungen der IG Musik Basel. Professionelles Musikschaffen stärker zu fördern und kleine Sparten mehr zu unterstützen sei «richtig und wichtig».

RFV-Geschäftsleiter Alain Schnetz reagiert offen auf die Forderungen der IG Musik Basel. Professionelles Musikschaffen stärker zu fördern und kleine Sparten mehr zu unterstützen sei «richtig und wichtig».

Die IG Musik Basel macht aufmerksam auf die Ungleichheit in der Basler Musikförderung. So reagieren das Amt für Kultur, kulturelles.ch und der RFV auf die Forderungen.

In ihrem gestrigen Schreiben stellt die IG Musik Basel Teile der bestehenden Förder-Strukturen in Frage. Auf Anfrage der bz haben Katrin Grögel, Co-Leiterin Abteilung Kultur Basel-Stadt, und Esther Roth, Leiterin Hauptabteilung kulturelles.bl, das folgende Statement verfasst:
«Mit Interesse haben wir von der Ankündigung der IG Musik Kenntnis genommen, eine Volksinitiative für eine zeitgenössische Musikförderung zu lancieren. Mit der neuen Kulturpartnerschaft Basel-Stadt und Basel-Landschaft ist per 2022 bereits eine Erweiterung und ein finanzieller Ausbau der partnerschaftlichen Musikförderung vorgesehen. Wir freuen uns darauf, mit der Musikszene Basel, der IG Musik und dem RFV den Dialog über die Weiterentwicklung der Musikförderung in der Region Basel zu führen. Tragen doch die freien Musikschaffenden und -veranstaltende entscheidend zur Wahrnehmung der Musikregion Basel als Standort für ein vielfältiges und qualitativ hochstehendes Musikschaffen bei.»

Aus Sicht des RFV «nicht zielführend»

RFV-Geschäftsleiter Alain Schnetz reagiert auf die Forderungen der IG grundsätzlich offen: «Der RFV Basel findet alles, was für die Musikszene gut ist toll.» Die Forderungen der IG, professionelles Musikschaffen stärker zu fördern, Nischen und kleine Sparten mehr zu unterstützen sei «richtig und wichtig». Vergleichbare Forderungen, so Schnetz, würden bereits im Rahmen der «Trinkgeldinitiative» gestellt, die diesen Herbst zur Abstimmung kommt.

Doch findet er auch kritischere Worte: «Die Überführung der Mittel des RSC in den angedachten neuen Topf ist aus Sicht des RFV Basel nicht zielführend. Denn das Gefäss ist mit 125  000 Franken, die als direkte Förderung pro Jahr vollumfänglich der Szene zugute kommen, seit 16 Jahren eines der erfolgreichsten Fördertools des Vereins.»

Schnetz betont, dass der RFV mit der IG im Austausch stehe und gespannt sei, wie sich der Prozess weiter entwickelt. «Dass es den RFV nicht mehr braucht, da mache ich mir keine Sorgen», sagt er mit Verweis auf die «grosse und steigende Nachfrage» nach den bestehenden Angeboten. Die von der IG hinterfragte Doppelfunktion des RFV mit Nachwuchs- und Profiförderung erachtet Schnetz als «essentiell für eine einheitliche und nachhaltige Förderung». So könnten Musikerinnen und Musiker auf ihrem Weg zum professionellen Musikschaffen begleitet werden. Zudem erachte er es als den falschen Ansatz, die Szene strikt in Nachwuchs und Professionelle zu unterteilen, da es «Mischformen und Übergänge» gäbe und eine Trennung heikel sei.

Weitere Artikel zur Musikförderung und der IG finden Sie in unserem Dossier Musikförderung.

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