Basel

Rückschlag für Biermuseum: Verein Warteck Museum hat Raum nicht erhalten

Initiant Daniel Jansen.

Initiant Daniel Jansen.

Der Basler Verein Warteck Museum muss einen unerwarteten Rückschlag hinnehmen. Er hat den gewünschten Raum im Werkraum Warteck nicht erhalten. Mit dem Biermuseum hätte der Verein schon im Frühjahr 2014 starten wollen.

Daniel Jansen ist dieser Tage als Wanderprediger unterwegs. An diversen Veranstaltungen wirbt der Präsident des Vereins Warteck Museum für den geplanten Claraturm beim Messeplatz im Kleinbasel. «Wir sind der Meinung, dass an diesem historischen Ort etwas Neues, Modernes und Einzigartiges durchaus Sinn macht. So wie es vor über 150 Jahren im Kontext des damaligen Bahnhofplatzes Sinn machte, dort eine lokale Brauerei zu bauen.»

Jansen kann die Aufmerksamkeit gut gebrauchen. Das geplante Warteck-Museum musste nämlich einen unerwarteten Rückschlag hinnehmen. Den gewünschten Raum im Werkraum Warteck pp am Burgweg, früher ebenfalls Standort einer Brauerei, hat der Verein Warteck Museum nicht erhalten. Dies bestätigt Fritz Roesli, Präsident des Vereins Werkraum Warteck pp, gegenüber der «Schweiz am Sonntag». Ein Grund für die Absage sei gewesen, dass «viele spannende Initiativen» in den Kernbereichen Kunst, Handwerk und Soziales eingegangen seien.

Die Absage ist bitter für den Verein Warteck Museum. Gemäss Präsident Jansen, früher Geschäftsführer des Warteck-Sudhauses, wollte der Verein im kommenden Frühjahr im Werkraum Warteck mit seinem Biermuseum starten. «Verbunden mit unserer Sammlung war auch ein Barbetrieb angedacht», sagt er. Nun muss der Verein erneut auf Raumsuche gehen. Jansen kündigt dennoch an, im Frühjahr den ersten öffentlichen Anlass durchführen zu wollen. «Wir überlegen uns auch andere Formen von Ausstellungen in bestehenden Warteckbaizen sowie weitere Aktionen.»

Die Gründung des Vereins Warteck Museum wurde im Mai durch das «Regionaljournal» publik. Seither war das geplante Biermuseum in den Medien kein Thema mehr. Ziel des Vereins ist es, der Öffentlichkeit die Geschichte des Warteckbiers näher zu bringen und die Sammlung in einem Museum zugänglich zu machen. Bereits hat der Verein 2000 Objekte – Bierdeckel, Gläser, Flaschen, Zapfsäulen und vieles mehr – beisammen. Bei einem Ja zum Claraturm Ende November und dem Abriss des Restaurants Altes Warteck würde der Verein seine Sammlung erheblich vergrössern, da er dann Teile der Inneneinrichtung des Restaurants übernehmen könnte.

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