Sexarbeit
20-Jahr-Jubiläum: Aliena im Einsatz für Sexarbeiterinnen in Basel

Die Fachstelle für Frauen im Sexgewerbe feiert ihr 20-jähriges Bestehen und blickt auf eine bewegte Zeit zurück.

Helena Krauser Jetzt kommentieren
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Toleranzzone im Basler Rotlichtviertel.

Toleranzzone im Basler Rotlichtviertel.

Bild: Kenneth Nars

Aliena wurde im November 2001 vom Verein Compagna Basel gegründet. Ziel war es, die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Frauen, die im Sexgewerbe tätig sind, mit einem niederschwelligen Beratungsangebot zu verbessern, schreiben die Verantwortlichen anlässlich des Jubiläums in ihrer Medienmitteilung.

Aliena biete den Sexarbeiterinnen heute neben kostenlosen Beratungen und Begleitungen auch einen Rückzugsort, warme Mahlzeiten sowie Deutsch- und Selbstverteidigungskurse an. Dank der zusätzlichen finanziellen Unterstützung des Kantons Basel-Stadt sowie verschiedenen Stiftungen und privaten Spenderinnen und Spender habe sich Aliena von einer Ein-Frau-Beratungsstelle zu einer in Basel anerkannten Fachstelle mit 275 Stellenprozenten entwickelt.

Neu ein selbstständiger Verein

Die Coronapandemie hat Compagna Basel, den bisherigen Trägerverein der Fachstelle Aliena, in grosse finanzielle Schwierigkeiten gebracht und dazu bewogen, Aliena in den neuen, selbstständigen Verein Aliena zu überführen, heisst es weiter. Für Rita Coretti, die Präsidentin von Compagna Basel, war dies ein schwieriger, aber notwendiger Schritt, um das Weiterbestehen der Fachstelle sichern zu können, wird sie zitiert.

Das Jahr 2021 hält für die Geschäftsstelle von Aliena eine grosse Veränderung bereit: Per Ende Jahr geht Viky Eberhard, die in den letzten 20 Jahren die Arbeit der Fachstelle geprägt hat, in Pension und gibt den Stab an Hanna Lindenfelser weiter. Für Ursula Metzger, die Präsidentin des Vereins Aliena, ist klar, dass der langjährige und unermüdliche Einsatz von Viky Eberhard für Sexarbeiterinnen viel bewegt hat: «Viky Eberhard hat es geschafft, die Prostitution auf die politische Agenda zu bringen und den Schutz für Sexarbeiterinnen in Basel nachhaltig auszubauen.»

Update folgt

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