Sanierung

So wird die ehrwürdige Oberbaselbieter Ruine Farnsburg jetzt aufgemotzt

Bei der Gesamtsanierung stehen eine bessere Führung der Besucher sowie deren Sicherheit im Fokus.

Nach den Ostertagen beginnt die Gesamtsanierung der Ruine Farnsburg ob Ormalingen. Die Arbeiten dauern bis Ende 2022. Während dieser Phase wird die Burgruine zeitweise für die Öffentlichkeit nicht zugänglich sein. Das Projekt kostet 5,15 Millionen Franken, wovon der Bund ein Viertel übernimmt.
2013 musste die Notsanierung der Schildmauer als vorgezogene Etappe realisiert werden, weil zu diesem Zeitpunkt schon die Renovation der Ruine Pfeffingen im Gang war.

Gestaltung der Ruine soll klarer werden

Die Archäologie Baselland leitet die Gesamtsanierung der Ruine Farnsburg, die um 1330 durch die Grafen von Tierstein erbaut worden ist. Die Sicherung des Felsuntergrunds soll den jetzigen Bestand der Burgruine vor weiterem Zerfall schützen. Das Mauerwerk wird mit Spezialmörtel und frostsicheren Bruchsteinen ergänzt und abgedichtet.

Gleichzeitig erhält das Areal als Erlebnisraum für die Öffentlichkeit eine Aufwertung. «Wir wollen, dass die Gestaltung der Ruine klarer wird. Wo standen einst die Gebäude, und wozu dienten sie?», erklärt der stellvertretende Kantonsarchäologe Christoph Reding. Auch soll die Besucherführung mit Infotafeln beim Eingang und im Innern der Ruine verbessert werden. Möglicherweise kommen audiovisuelle Mittel zum Einsatz. Laut Reding ist das Ziel, «die Ruine besser wahrzunehmen und noch intensiver zu erleben». Geplant sind zudem neue Kunstbauten, Brücken und Treppen sowie neue Absturzsicherungen.

Ein Pflegekonzept gewährleistet den künftigen Unterhalt sowie den langfristigen Erhalt, die bauökologische Begleitung sorgt auf dem Ruinenareal für den Schutz von Flora und Fauna. Es werden auch Feuerstellen eingerichtet, «aber einen Spielplatz oder Ähnliches gibt es sicher nicht», stellt Christoph Reding klar. Die Ruine Farnsburg ist in Privatbesitz, 1933 hat sich der Kanton zum Unterhalt der Anlage verpflichtet.

Die Archäologie Baselland hat mit Ruinensanierungen derzeit alle Hände voll zu tun. Neben den dringend notwendigen Arbeiten an der Farnsburg ist jetzt noch eine Teilsanierung der Neu Schauenburg hinzugekommen, die sich ebenfalls nicht aufschieben lässt.

«Nun sind es halt zwei Projekte aufs Mal», meint der stellvertretende Kantonsarchäologe. «Das ist zwar möglich, aber mit unserem kleinen Team schliessen wir lieber eines ab und beginnen danach ein neues.» Immerhin: Auf der Neu Schauenburg ist Archäologie Baselland «nur» beratende Fachstelle. Bei der
Gesamtsanierung auf der Farnsburg hat die Amtsstelle die Projektleitung inne, was einen viel grösseren Aufwand bedeutet.

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