St. Johann und Bläsi
LDP reicht Interpellation ein: Bürgergemeinde soll Ludotheken retten

Die Finanzierung der beiden Quartiersludotheken läuft aus. Die LDP Basel-Stadt fordert nun die Bürgergemeinde auf, den Weiterbestand zu sichern.

Lea Meister
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Die Ludothek Bläsi befindet sich gleich neben den Räumlichkeiten der GGG-Bibliothek.

Die Ludothek Bläsi befindet sich gleich neben den Räumlichkeiten der GGG-Bibliothek.

Kenneth Nars

Diese Woche richtete sich der Präsident des Vereins Robi-Spiel-Aktionen Basel in einer Mitteilung an die Öffentlichkeit. Die beiden Ludotheken Bläsi und St. Johann stehen kurz vor der Schliessung und die Mitteilung sei «ein letzter Hilferuf». Am Mittwochabend teilt die LDP Basel-Stadt mit, dass sie in einer Interpellation an den Bürgergemeinderat fordere, den Weiterbestand der beiden Ludotheken zu sichern. Dabei soll die Bürgergemeinde «auf eigene Mittel oder solche nahestehender Organisationen zurückgreifen».

Das Coronajahr 2020 habe den Verein Robi-Spiel-Aktionen stark getroffen, aber auch der Kanton setze den Verein unter Druck, da das Erziehungsdepartement Basel-Stadt einen Fokus auf die Kerngeschäfte verlange, was im Falle des Vereins die Kinder- und Jugendarbeit ist. Ludotheken gehören nicht dazu.

120'000 Franken pro Jahr wären nötig

Die Ludotheken haben mit ihrer langen Tradition gut funktioniert. Um ihre Dienstleistung auch weiterhin anbieten zu können, benötige der Verein Robi-Spiel-Aktionen allerdings etwa 120'000 Franken pro Jahr.

«Gerade in den beiden Quartieren Bläsi und St. Johann - wo auch Familien wohnen, die hinsichtlich ihrer Möglichkeiten Spielsachen zu kaufen nicht privilegiert sind - ist es wichtig, solche Institutionen zu haben», ist sich Corinne Eymann-Baier von der Fraktion FDP/LDP, die die Interpellation eingereicht hat, sicher.

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