Transmenschen
Aids-Hilfe beider Basel widmet sich neuer Aufgabe zu

Die NGO startet ein Pilotprojekt zur Förderung von niederschwelliger Unterstützung für Trans- und non-binäre Menschen.

Ali Ahmeti
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Marc Inderbinen (Mitte) erzählt vom Pilotprojekt.

Marc Inderbinen (Mitte) erzählt vom Pilotprojekt.

Nicole Nars-Zimmer

Ab dem 25. August bietet die Aids-Hilfe beider Basel (AHbB) erstmals in Basel kostenlose Beratungen für Trans- und non-binäre Personen an, persönlich oder per E-Mail. «Wir sind stolz darauf, mit unserem Pilotprojekt hinsichtlich der Beratung für Transmenschen in der Nordwestschweiz eine Vorreiterrolle einzunehmen» freut sich Jessica Brandenburger, Vorstandsmitglied der AHbB.

Das Vorhaben kam unter anderem deshalb zu Stande, weil es zu wenig Unterstützungsangebote dieser Art gibt. Und wenn, dann war es nicht niederschwellig genug: Wer sich meldete, musste sich zuerst lange erklären. So schildern es die Verantwortlichen der Aids-Hilfe Basel an der Pressekonferenz vom Donnerstag. Marc Inderbinen definiert sich selbst als trans und hat schon viele Transmenschen beraten. «Eigentlich ist das Hauptziel dieser Transberatung, die psychische Gesundheit von Transmenschen zu verbessern und dort generell Unterstützung anzubieten», erzählt er.

Länge des Projekts, Finanzierung und kein Anmeldeverfahren

Das Ganze soll zweiteilig angeboten werden; einerseits kann man beispielsweise direkt mit Inderbinen einen Termin vereinbaren und andererseits wird jeden ersten Mittwochabend im Monat ein sogenanntes Walk-in angeboten, bei dem Transmenschen einfach reinlaufen können und sich in einem ersten Schritt mit der AHbB in Verbindung setzen können. Zur Wahrung der Anonymität derer, die sich für die Beratung entscheiden, gibt es kein Anmeldeverfahren. Man muss sich auch nicht ausweisen, sondern bekommt bei der AHbB eine Nummer zugeteilt.

Die vorgesehene Laufzeit für das Pilotprojekt beträgt ein Jahr. Zum einen wollen die Verantwortlichen prüfen, auf welchen Anklang die Idee stösst. Zum anderen liegt das daran, dass die zukünftige Finanzierung noch nicht vollständig sicher ist. Das Pilotprojekt stiftet die AHbB aus den eigenen Mitteln. In Zukunft sind sie auf Spenden und Subventionen angewiesen. Mit der Revision des Gleichstellungsgesetzes erhofft man sich zusätzliche Gelder. Dieses gab die Regierung am Mittwoch in die Vernehmlassung.

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