Trinationaler Bahnanschluss
Anwohnerinnen und Umweltschützer wehren sich gegen den Flugzug am Euro-Airport

Zu teuer, zu laut, zu klimaschädlich: Kritiker des Trinationalen Bahnanschlusses bestätigen ihren Widerstand im offiziellen Vernehmlassungsverfahren. Die Basler Regierung hingegen spricht sich deutlich für das Projekt aus.

Benjamin Rosch
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Grafik zum Bahnanschluss des Euro-Airports. Eingezeichnet ist die Linienführung und das neue Empfangsgebäude.

Grafik zum Bahnanschluss des Euro-Airports. Eingezeichnet ist die Linienführung und das neue Empfangsgebäude.

zVg

Mit dem Zug zum Euro-Airport statt mit dem Bus – das soll schon ab 2030 möglich sein. Zumindest wenn es nach den Regierungen im Dreiland und dem Flughafen geht. Die Nouvelle Liaison Ferroviaire, hier vielleicht besser bekannt als Trinationaler Bahnanschluss EAP, soll Basel mit dem Flughafen besser verbinden. Im Zehn-Minuten-Takt verkehrte eine S-Bahn zwischen der Stadt und dem Euro-Airport.

Dagegen regte sich bereits in der Vergangenheit Widerstand, insbesondere von Anwohnenden sowie Umweltschutzverbänden und Grünen. Wenig überraschend äussern sie sich auch jetzt im obligatorischen Vernehmlassungsverfahren kritisch. In einer am Dienstag verschickten Medienmitteilung heisst es: «Mit Blick auf die Klimakrise und die lärmbelasteten Anwohnenden wäre jetzt eine gute Gelegenheit, um dieses Ausbauprojekt für den EAP noch zu stoppen.» Unterzeichnet ist die Meldung von Anrainerverbänden im Dreiland sowie dem Basler VCS.

Es ist möglicherweise die letzte Gelegenheit, sich gegen das mehrere hundert Millionen schwere Infrastrukturprojekt zu wehren. Auch der Bund hat bereits eine Teilfinanzierung gesprochen.

Damit Quartiere profitieren

Die Basler Regierung teilt derweil mit, dass sie die Bahnverbindung an den EAP «vollumfänglich unterstützt». Sie schreibt, der Ausbau sei «ein zentraler Baustein, um das Angebot der trinationalen S-Bahn mit einem dichteren Fahrplan und neuen Direktverbindungen zwischen dem Südelsass und der Nordwestschweiz signifikant zu verbessern».

Ziel ist es laut Regierung, dass künftig mehr Reisende und Arbeitnehmende der Unternehmen beim Flughafen den öffentlichen Verkehr nutzen würden. Davon sollen Quartiere und Nachbargemeinden profitieren können.

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