Die bz hat fünf Heldinnen und Helden des Alltags besucht. Im Gespräch erzählen sie, wie sie die Herausforderungen des Corona-Alltags meistern.
Primarlehrerin Angelika Weiss unterrichtet eine vierte Klasse in Therwil. Corona hat ihren Alltag stark verändert. Zu ihrem eigenen Schutz trägt sie eine FFP2-Maske. Doch für den besseren Schutz am Arbeitsplatz mussten sie und ihre Kolleginnen kämpfen. Und auch sonst wird ihre Arbeit durch das Virus deutlich eingeschränkt, und die Beziehung zu ihren Schülern leidet. Die Erschöpfung sei langsam spürbar.
Amelie Beil ist Kassenmitarbeiterin in der Migros in Füllinsdorf. Sie hat auch schon in anderen Abteilungen gearbeitet, doch an der Kasse gefällt es ihr am besten. Sie brauche den Kontakt zu anderen Menschen. Doch genau dieser Kundenkontakt hat sich durch Corona stark verändert. Die Mimik sieht man nur noch in den Augen, der Rest ist von den Masken verdeckt.
Der 35-jährige Irhad Tahirovic hatte in seinen 14 Jahren bei der Post nie so viel zu tun wie seit Corona. Vor allem im ersten Lockdown bestellten die Leute viel mehr per Post. Oftmals sei er der einzige Mensch auf der Strasse gewesen, erzählt Tahirovic gegenüber der bz. Dabei gab es Begegnungen, die er nie wieder vergessen wird.
Carmen Liechti ist Notfallpflegerin im Kantonsspital in Liestal. Trotz der Pandemie bleibt sie ihrem Job treu. Allerdings hinterlässt die Situation auch bei ihr Spuren. Aufgrund des Zusatzaufwands kann sie sich nicht mehr so um ihre Patienten kümmern, wie sie das gerne tun würde.
Rund 30 Menschen ruft Salome Vidensky derzeit pro Tag an. Die 27-Jährige gehört zum Team des Contact-Tracings des Kantons Basel-Stadt. Personen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, werden von ihr oder ihren Kolleginnen und Kollegen kontaktiert. Sie fragt nicht nur nach den Lebensumständen, sondern hat auch immer ein offenes Ohr für die Erkrankten.