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Während München sein Oktoberfest abgesagt hat, finden in der Region gleich mehrere statt

Nachdem die regionalen Oktoberfeste letztes Jahr abgesagt wurden, sind sie nun wieder zurück - unter anderem in Aesch und Rheinfelden.

Tomasz Sikora
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600 Gäste feierten letztes Wochenende in Rheinfelden.

600 Gäste feierten letztes Wochenende in Rheinfelden.

Bild: zvg

Das Original, das Oktoberfest auf der Wiesn in München findet zum zweiten Mal hintereinander nicht statt. Der Grund ist bekannt: Die Coronapandemie macht es schwierig bis unmöglich, Veranstaltungen solcher Grösse durchzuführen - Basel und seine Fasnacht können ein Lied davon singen.

Liberaler als die beiden Grossstädte gibt sich hingegen das Umland Basels. Das zeigt sich beispielsweise in Aesch: Das Oktoberfest in der Löhrenackerhalle fiel zwar letztes Jahr auch aus oder wurde, wie die Veranstalter sagen, verschoben. Und sie halten ihr Wort - die Eintrittskarten für das verschobene Fest vom letzten Jahr sollen auch am diesjährigen Fest am 23. Oktober gültig sein. Zusätzlich ist gemäss der 3-G-Regel des Bundes das Zertifikat erforderlich. Wer dem Fest Ehre machen will, erscheine in der Lederhose oder im Dirndl.

Lange Unsicherheit über Durchführung

Dass die Pandemielage in diesem Jahr wieder ein Oktoberfest zulässt, habe sich erst vor kurzem definitiv bestätigt. Im Sommer war man noch hin- und hergerissen. «Der Entscheid, das Oktoberfest in diesem Jahr durchzuführen, fiel spät - und der Vorverkauf konnte erst am 23. September starten», sagt Veranstalter Ruedi Dahinden von der Band Schloss-Buam, die in Aesch auftreten wird. Die gute Nachricht lautet: «Es hat noch einige wenige Tickets, die man online bestellen kann.»

Weiter gibt es bezüglich Qualität keinerlei Abstriche - «im Gegenteil, musikalisch und kulinarisch darf man sich freuen auf ein köstliches Feuerwerk». So konnte Dahinden wieder die begehrten Musiker von Allgäuwild für einen Auftritt in Aesch gewinnen. Die Neun-Personen-Live-Band ist an grossen Festanlässen Garant für ein unvergessliches Gaudi – und freut sich ihrerseits auf ein schönes Volksfest in Aesch, nachdem einige legendäre Oktoberfeste coronabedingt gecancelt werden mussten. Dahinden verspricht, dass sich die Besucher auf einen unvergesslichen Abend freuen dürfen.

Bei Feldschlösschen steht das zweite Oktoberfest an

Ein erstes Oktoberfest feierte die Region letztes Wochenende bereits bei Feldschlösschen. In der ersten Ausgabe verzeichnete Feldschlösschen 600 Gäste und war damit fast ausverkauft. Die geltende 3-G-Regel des Bundes scheint kaum Gäste vergrault zu haben, sagt Andreas Schmid, Communications Manager bei Feldschlösschen: «Unsere Erfahrung diesbezüglich ist sehr positiv, die Gäste kennen die Anweisungen und halten die entsprechenden Dokumente am Eingang bereit.»

Insgesamt seien 1400 Liter Bier, inklusive alkoholfreiem Bier sowie Panaché getrunken. «Das entspricht unseren Erwartungen und ist vergleichbar mit den vergangenen Jahren.» Trotz des strömenden Alkohols sei es zu keinen Schäden gekommen, so Schmid: «Auch wenn viel geschunkelt und auf den Bänken getanzt wird, so ging noch keine Bank zu Bruch.»

Mit dem Oktoberfest in München könne sich Feldschlösschen natürlich nicht messen, trotzdem profitiere man zu einem Teil von der Absage diverser regionaler Oktoberfeste. Darauf deutet auch der Ausverkauf aller 770 Tickets fürs kommende Wochenende. Dieser Wert liege etwas unter den Gästezahlen von 2019, «wobei es ein bewusster Entscheid war, aufgrund der aktuellen Situation die Kapazität zu reduzieren», so Schmid. Im Vergleich zu 2018 seien es hingegen 30 Prozent mehr Gäste.

«Es freut uns auch besonders, dass die Besucherinnen und Besucher es sehr schätzen, wieder einmal an einem Oktoberfest mit Freunden feiern zu können.»

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