Der Künstler und Lehrer am Gymnasium Leonhard, David Lucco, hat zusammen mit Schülerinnen und Schülern aus Schwerpunktklassen Bildnerisches Gestalten die Wand im Pausenhof des Gymnasiums gestaltet.

Lea Meister

Wandgestaltung
Basler Künstler verschönert gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern den Pausenhof

Der Künstler David Lucco ist auch Lehrer am Gymnasium Leonhard. Seit Tagen bemalt er mit Schülerinnen und Schülern den Pausenhof des Schulhauses. Ziel war, etwas Abstraktes zu erschaffen, das sich mit dem Leben befasst und den öffentlichen Raum aufwertet.

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Die Schülerinnen und Schüler arbeiteten für eine Woche gemeinsam am Projekt.

Die Schülerinnen und Schüler arbeiteten für eine Woche gemeinsam am Projekt.

Lea Meister

Seit knapp einer Woche wird hinter dem Gymnasium Leonhard gemalt. Das Konzept für die Aufwertung des Pausenhofs stammt von David Lucco, einem Basler Künstler und Lehrer am Gymnasium Leonhard.

«Wir wollten etwas Abstraktes machen, das sich mit dem Leben befasst und auch gut in den öffentlichen Raum hier passt»,

so Lucco. Eine lebendige Aufwertung des Hofes war das Hauptziel.

Das fertiggestellte Kunstwerk unter der Johanniterbrücke.

Das fertiggestellte Kunstwerk unter der Johanniterbrücke.

zVg

Das Konzept mit den farbigen Linien hat Lucco in Basel nicht zum ersten Mal umgesetzt. Schon die Johanniterbrücke wurde am Grossbasler Ufer mit farbigen Linien verschönert und auch dabei standen schon verschiedene Schülerinnen und Schüler im Einsatz. Im Unterschied zum Projekt beim Gymnasium Leonhard wurden die Linien unter der Brücke gesprayt und nicht mit Pinseln und Teleskopstangen gemalt. Sie stehen symbolisch für den Fluss.

Das Kunstwerk entsteht rund um den Brunnen herum, dessen Plättchen in Mallorca hergestellt wurden.

Das Kunstwerk entsteht rund um den Brunnen herum, dessen Plättchen in Mallorca hergestellt wurden.

Lea Meister

Linien stehen symbolisch für den Fluss des Lebens

David Lucco im Gespräch mit den jungen Kunstschaffenden.

David Lucco im Gespräch mit den jungen Kunstschaffenden.

Lea Meister

Auch auf dem Pausenhof stehen die Linien symbolisch für das Wasser: Der Brunnen, der in die Wand integriert ist, war Teil der Inspiration für das Konzept. Die Wandgestaltung am Brunnen heisst «Majolika»; die Plättchen für den Brunnen wurden in Mallorca hergestellt. «Majolika» ist ein altitalienisches Wort für Mallorca. Der Brunnen wurde eigens für die neu gestaltete Wand wieder aktiviert. Weiter stehen die farbigen Linien, die nach einem klaren Farbkonzept gemalt wurden, für Bewegung und Vergänglichkeit. «Es stehen hier überall Velos, es gibt also überall Velospuren. Die Linien lassen sich mit vielem assoziieren», so Lucco über das partizipative Kunstwerk.

Je weiter oben die Linien stehen, desto sanfter werden die Farben.

Je weiter oben die Linien stehen, desto sanfter werden die Farben.

Lea Meister

Lucco habe sich zwar das Konzept überlegt, am wichtigsten sei ihm aber, dass das Kunstwerk gemeinschaftlich stattfinde, also partizipativ sei. «So funktioniert auch die Welt, wir erschaffen alles gemeinsam. Die Malerei soll das auch widerspiegeln.» Der Künstler, der früher oft alleine im öffentlichen Raum unterwegs war, arbeitet unterdessen lieber mit anderen zusammen.

«Die Welt lebt von verschiedenen Charakteren und verschiedenen wilden Linien. Genau das macht auch dieses Bild für mich aus.»

«Gegenstimmen gab es keine, es waren alle begeistert»

Das partizipative Arbeiten bringt die Schülerinnen und Schüler zusammen.

Das partizipative Arbeiten bringt die Schülerinnen und Schüler zusammen.

Lea Meister

Dass die Schülerinnen und Schüler mitarbeiten konnten, begeistert auch Christian Döbeli, Rektor des Gymnasiums Leonhard. «Gegenstimmen gab es keine, es waren alle begeistert», sagt er. Die Wand werde am Dienstagabend bei einem Apéro mit einem Auftritt der gymnasiuminternen Band feierlich eingeweiht. In der nahen Zukunft werde ausserdem der Boden vor der Wand noch begrünt.

Einen der wohl wichtigsten Aspekte spricht eine der Schülerinnen an, die am Projekt teilhaben dürfen: «Wir reden hier mit jedem Einzelnen aus unseren Klassen, das Projekt tut also auch etwas für den Zusammenhalt.»

1 Kommentar
Thomas Zweidler

Schön - doch unbedingt versiegeln. Eine fette Spraydose kann innert 5 Sekunden wieder hunderte Reparaturstunden verschlingen. Und das diese Wand Sprayer anzieht (besonders wenn etwas schön ist), ist in Basel (meist vandalisierteste Stadt Europas) so sicher wie das Amen in der Kirche.

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