Europa League
Wer soll für den FC Basel gegen Sporting Lissabon treffen?

Vier Monate musste die Saison 2012/13 alt werden, bis dem FC Basel drei Siege hintereinander gelangen. Mit dem 1:0 in der Europa League gegen Videoton schaffte es Rot-Blau erstmals, diese Schallmauer zu durchbrechen.

Sebastian Wendel
Merken
Drucken
Teilen
Alex Frei.

Alex Frei.

KEYSTONE

Und der Erfolg gegen die Ungaren machte aus der Bilanz von Murat Yakin eine positive, nachdem der FCB unter dem neuen Trainer die ersten zwei Partien verloren hatte. Die Tatsache, dass Basel nach dem ersten Dreier in der Europa League zurück im Rennen um das angestrebte Ziel Sechzehntelfinal ist, rundete den erfolgreichen Donnerstagabend ab.

Es wurden aber auch weniger schöne Geschichten geschrieben. Marco Streller, nicht nur wegen seines Siegtreffers gegen Videoton momentan die Lebensversicherung des FCB, bekam vom Schiedsrichter die gelbe Karte gezeigt. Der Captain hatte nach einer Entscheidung gegen sich zu heftig reklamiert. Weil es seine dritte Verwarnung im laufenden Wettbewerb war, fehlt er im nächsten Heimspiel gegen Sporting Lissabon. Wer soll dann die Tore schiessen? Zumal auch gegen die Portugiesen ein Sieg Pflicht ist, will man im abschliessenden Gruppenspiel bei Tabellenführer Genk aus eigener Kraft weiterkommen. «Ich muss mir etwas einfallen lassen. Vielleicht gelingt mir eine Überraschung und wir spielen ohne Stürmer», sagte Yakin.

Frei schaute nur zu

Wie ernst der Trainer diese Worte meinte, darauf ging er an der Pressekonferenz nach der Partie nicht ein. Falls es so käme, dürfte das einem in den rot-blauen Reihen stinken. Alex Frei musste gegen Videoton, obwohl auf dem Matchblatt als zweiter Stürmer aufgelistet, erneut mit dem linken Flügel vorliebnehmen. Yakin meinte, Frei habe alles richtig gemacht. Man kann es aber auch so sehen, dass der 33-Jährige nie die Bindung zum Rest der Mannschaft fand.

Zu allem Übel vergab er zwei hochkarätige Torchancen. Nach 66 Minuten musste Frei für Mohamed Salah vom Feld. Ausgerechnet der Ägypter war es dann, der mit seinem feinen Pass auf Streller das Siegestor mitfabrizierte. «Ich wollte mit Salah mehr Tiefe im Spiel. Er hat das Tor vorbereitet, wir haben alles richtig gemacht», sagte Yakin. Als sich die Teamkollegen nach dem 1:0 in der 80. Minute erlöst auf Streller stürzten und dieser mit einem Tänzchen seinen Treffer zelebrierte, lehnte Alex Frei am Spielertunnel und schaute zu. Noch ist nicht bekannt, ob er seinen auslaufenden Vertrag verlängert. In diesem Monat finden die ersten Gespräche zwischen ihm und der sportlichen Führung statt.