Sperrung
Zugang zum Hafengelände eingeschränkt

Wegen zu vielen Freizeitbesuchern: Auf dem Hafengelände gibt es neue Absperrungen.

Ayse Turcan
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Kenneth Nars

Als der Basler Grosse Rat 2012 beschloss, einen Teil des Hafenareals in Kleinhüningen zu öffnen, wollte er den Klybeckquai «zu einem beliebten Freiraum und Begegnungsort» machen. Dieses Ziel wurde erreicht – vielleicht ist man sogar darüber hinausgeschossen.

Wie die Schweizerische Vereinigung für Schifffahrt und Hafenwirtschaft (SVS) bekannt gab, sollen ab Mai verschiedene Bereiche im Hafen abgesperrt werden. Grund dafür sei, dass sich im vergangenen Sommer mit steigenden Besucherzahlen immer wieder unbefugte Personen im Gleis- oder Warenumschlagsbereich aufgehalten haben. Daher hätten die zuständigen Hafenfirmen beschlossen, an mehreren Stellen des Ost- und Westquais Tore und Zäune anzubringen, um so den Zutritt für Unbefugte zu sperren.

Zieht der Hafen zu viele Freizeitbesucher an?

Nicht nur in den Sommermonaten, auch in Coronazeiten hat der Hafen viele Leute angelockt – zu viele, wenn es nach der Kantonspolizei Basel-Stadt geht. «Der Hafen war einer unserer Schwerpunkte», sagt Mediensprecher Toprak Yerguz vom Justiz- und Sicherheitsdepartement. Die Beamten hätten seit Beginn des Lockdowns eine verhältnismässig grosse Anzahl Bussen an Personen auf dem Hafenareal verteilt, die gegen die Sicherheitsvorschriften verstossen hatten.

Ost- und Westquai im Hafen Basel Kleinhüningen Zugangs-Sicherung mit Zaun-Anlagen

Ost- und Westquai im Hafen Basel Kleinhüningen Zugangs-Sicherung mit Zaun-Anlagen

maps.bs.ch

Seit der Eröffnung des Uferwegs am Klybeckquai 2013 mutierte der Hafen zunehmend zum «In Place»: Insbesondere die Zwischennutzungen auf dem Ex-Esso-Gelände locken immer mehr Partyvolk an den Hafen. Dabei könnte beinahe vergessen gehen, dass der Hafen nach wie vor seiner traditionellen Bestimmung nachkommt: Schiffe legen an, Waren werden auf- und abgeladen.

Die Schweizerischen Rheinhäfen begrüssen, dass die Attraktivität für Freizeit-Besuchende gestiegen sei. «In den vergangenen Jahren wurden aber sowohl die positiven wie auch die negativen Begleiterscheinungen dieser Belebung spürbar», so der Mediensprecher Simon Oberbeck.

Die neuen Absperrungen und Sicherungen werden in den nächsten Wochen installiert. Dass die neuen Massnahmen gerade jetzt kommen, hat laut Oberbeck nichts mit Corona zu tun: «Das Projekt zur Schliessung der Betriebsgelände wurde bereits 2019 gestartet.» Personen, die den Hafen als Erholungsort und Freizeit nutzen, können beruhigt sein: Die Strassen und das Dreiländereck seien weiterhin öffentlich zugänglich.