Mit den höheren Subventionen soll der seit 87 Jahren bestehende älteste noch aktive Filmclub der Schweiz von 2019 bis 2022 von Basel-Stadt pro Jahr neu 405'000 Franken erhalten, wie aus dem am Freitag veröffentlichten Ratschlag der Regierung zuhanden des Grossen Rats hervorgeht. Bisher belief sich die Subvention auf jährlich 355'000 Franken.

Zu den Aktivitäten von Le Bon Film zählen neben dem Basler Stadtkino und dem Baselbieter Landkino auch das Archiv Kinemathek und das 2011 lancierte und separat finanzierte Bildrausch-Filmfest.

Weniger mehr als beantragt

Beantragt hatte der Verein eine Subventionserhöhung von jährlich 125'000 Franken, wovon die Regierung jedoch nur 50'000 Franken bewilligen will. Mit dem Geld sollen die Löhne des mit 305 Stellenprozent dotierten Stadtkino-Teams erhöht werden.

Vom Kanton Baselland erhält Le Bon Film in den Jahren 2019 bis 2021 jährlich 65'000 Franken aus dem Dispositionsteil der Baselbieter Kulturvertragspauschale. Seit August 2017 zeigt das Landkino Filme nicht nur in Liestal, sondern auch in Gelterkinden und Allschwil. Das Jahresbudget für das Stadtkino Basel, das Landkino und die Kinemathek beläuft sich derzeit auf 990'000 Franken.

Kein zusätzliches Geld für das Vorstadttheater

Eine Subventionserhöhung beantragt hat neben Le Bon Film auch das Basler Vorstadttheater. Verlangt wurden zusätzliche 92'200 Franken pro Jahr, was die Regierung jedoch ablehnte.

Damit soll das Theater auch in den kommenden vier Jahren vom Stadtkanton je 240'000 Franken erhalten. Um seine Einnahmen zu erhöhen, will das Vorstadttheater nun seine Ticketpreise erhöhen, wie aus der Vorlage der Regierung hervorgeht.