Frenkendorf

46 Jahre heimisch in Frenkendorf

megaphoneaus FrenkendorfFrenkendorf

46 Jahre heimisch in Frenkendorf 

Oft liest man jetzt sogar in Tageszeitungen, was Menschen erlebten, wenn sie aus einen fremden Land in die Schweiz kamen. So auch bei mir darf ich ruhig schreiben. Einfach nur etwas von unserer Familie über 46 Jahre Frenkendorf. Im Jahre 1971 kamen meine Frau, eine Baslerin, unser Sohn, dann ich, geboren im Sudetenland, doch als ein Flüchtling dann in Hessen, so auch in München und Memmingen, in dieses Baselbieter Dorf. Die Vorfahren von der Frau hiessen Nägelin und Häring, also Leute aus Reigoldswil und auch aus Arisdorf. Dann wirkte ich auch eine Zeit lang in St. Gallen und Neuchâtel. Immer beim Bankverein. Den Grund kann ich erklären: Mein Onkel hiess Mühlemann, der meine Tante im Sudetenland heiratete. Er hatte auch in Tschechien eine Fabrik, die man ihm wegnahm. Tschechien war zu jener Zeit ein kommunistisches Land. Also kehrte er zurück mit der Frau in die Schweiz. Gossau und Bischofszell waren die Orte. Wir als Wundrak Familie waren oft zu Besuch. Das war auch der Grund, warum ich meine erste Stelle nach der Banklehre bei der Bayerischen Hypotheken- und Wechsel Bank, Memmingen,  beim Bankverein in St.Gallen bekam. Dann einfach noch wegen der französischen Sprache ging es 2 ½ Jahre nach Neuchâtel. Und zu jener Zeit gab es die Möglichkeit mit dem zweiten Bildungsweg. Also ging ich mit meinem Schweizer Kollegen zunächst in eine Sprachschule nach London. Danach machte er das Buchhalterdiplom, ich in Deutschland das Betriebswirtschafts Studium.  Wegen dem Studium, dann nach Neuchâtel auch wieder München, Göttingen und Hamburg.  Dort das Studium zum Diplom-Betriebswirt. Danach 1 Jahr bei der Deutschen Bank in Frankfurt. Und wegen meiner Arbeit „Die Neuorientierung der Kunden im Massengeschäft“ war dann die Möglichkeit eine Stelle bei der Generaldirektion beim Bankverein zu bekommen. Dann das Kennenlernen meiner Frau. In Basel gab es zu jener Zeit keine Wohnung. Es war auch die Zeit der Schwarzenbach Initiative. Man wusste nicht, ob die Schweiz noch weiterhin als Ausländer möglich war. Das Schweizer Volk lehnte die Schwarzenbach Initiative ab. Also war die Zukunft gegeben. Also hatten wir das Glück, dass die Schweiz eine Zukunft sein könnte. Also ging die Reise nach Frenkendorf. Wir hatten auch einen Sohn mit dem Namen Andreas. In der Hohlen Gasse hatten wir unser Haus, einfach gekauft mit ein wenig Bargeld und auch einer Hypothek. Und ober unserem Haus wohnte der Ernst Martin, der sogar zum Landratspräsidenten gewählt wurde. Und in unserer Hohlen Gasse wohnte auch der Gemeinderat Werner Mugglin. Und visavis von unserem Haus, eine Familie Thommen. Diese Dame, die wird dieses Jahr 104 Jahre alt. Wir hatten zueinander ein gutes Verhältnis. Viele dieser Familien hatten Kinder, also wie wir unseren Sohn. Wir lebten uns ganz gut ein. Und der Sohn ging in den Kindergarten und auch zur Schule. Also lernte man auch andere Leute von Frenkendorf kennen. In der Politik, wenn ich mich richtig erinnere,es hatte nur die FDP und die SP. Zu jener Zeit keine SVP, dann später schon. In der Regel war der Gemeindepräsident jemand von der FDP, später ein Paul Jenni auch von der SP. Auch eine Dame von der FDP ist es gewesen zu jener Zeit, eine mit dem Familiennamen Martin. Und auch ein Landwirt wohnte nicht weit von uns entfernt, so auch dieser mit den Namen Martin. Es gab viele Martin, so auch einen Gerd Martin, der ein Lebensmittel Geschäft hatte. Auch ein Baugeschäft hatte es mit den Namen Martin. Auch der Name Lander wurde mir zum Begriff. Richtig, dann auch Fässler. Wurde auch eingebürgert später als Frenkendörfer mit der Familie von einem Martin, Fässler und Lander. Mit einem Fässler fuhr ich auch oft mit dem Zug von Frenkendorf nach Zürich. Er war der Direktor einer Bank, ich ein stellv. Zentraldirektor in einer anderen Bank.  Ganz am Schluss die letzten 20 Jahre Cash Manager bei der Basellandschaftlichen Kantonalbank. 

Jetzt einfach das Leben zu jener Zeit im Dorf. Einkaufen. Es gab den Metzger Hägler, dann die Bäckerei Sommer und Stephan. Auch einen Coop gab es im oberen Dorfteil. Natürlich auch das Geschäft vom Gerd Martin. So auch das Milchhüsli von der Familie Acherman. Dann auch noch viele Restaurants und Beizen, so sagte man doch auch Luigi Beiz zu jener Zeit. Wollte man wissen was im Dorf so lief, einfach ein Bier, egal in welchem Restaurant. Ich ging in der Regel in den Schlüssel, wo die Frau Stebler die Wirtin war. Sie war immer sehr nett. Der Rebstock, der Schlüssel, so auch  den Wilden Mann, auch die Halde wie auch das  Restaurant Central gab es damals schon. Wie gesagt dies alles im oberen Dorf. Es gab auch das untere Dorf, wo man kaum war. Höchstens dann, wenn es mit der Bahn ging vom Bahnhof Frenkendorf-Füllinsdorf nach Basel oder auch via Liestal nach Olten und dann nach Zürich.  Besonders interessant waren der kleine und grosse Banntag, wo man mit der Zeit auch Leute kennen lernte. Auch den Lehrer Emil Probst war mit der Zeit für uns ein Begriff.  Wir freundeten uns auch an, weil wir interessiert waren an der Geschichte von Frenkendorf.  Man könnte noch viel schreiben, das wäre dann jedoch ein Buch. Das lass ich lieber bleiben. Vielleicht dies doch noch zur Erinnerung. Auf der Egg gab es eine neue Schule und auch die neue Sporthalle Egg. Und erinnern tue ich mich auch noch betreffend Abstimmung, ob Strasse zur Anker Brauerei, dies beim Friedhorf vorbei. Vorgesehen war am Standort von der Anker Brauerei ein Einkaufszentrum. Das Dorf sagte nein. Warum? Man wollte das Gewerbe damit retten. Heute diskutieren wir doch auch über die neue digitale Welt. Dann hatte es trotzdem mit der Zeit die Migros in Füllinsdorf und neu den Coop im unteren Dorfteil von Frenkendorf.

Frenkendorf,  so kann man sagen, ein Dorf, das heute  einen hohen Lebensstandard hat. So auch sehr gute  Verkehrsverbindungen, egal, ob mit Bus oder Bahn. So kann ich wahrlich zum Schluss nur dies sagen, hier lohnt es sich zu leben. Wir fühlen uns voll integriert in diesem schönen Dorf. Eigenlob stinkt, darum auch kein Wort betreffend Aktivitäten von uns in Vereinen.

Meistgesehen

Artboard 1