Ende Dezember fand in der Region Basel ein aussergewöhnlicher Anlass statt mit mehr als fünfzehntausend Teilnehmenden: Es war das jährlich an einem andern Ort stattfindende Taizé-Treffen, das zum ersten Mal in unserer Region durchgeführt wurde. Eine grosse Bereicherung für alle, die sich davon berühren liessen!

In Möhlin und dem Wegenstettertal waren 130 Jugendliche aus der Ukraine, Polen, Kroatien, Deutschland und Italien untergebracht, alle privat!

Das Programm war sehr reichhaltig: Nach dem Frühstück bei und mit den Gastgeber-Familien wurde jeden Morgen in der röm.--kath. Kirche eine Andacht in den unterschiedlichen Sprachen gefeiert.

Anschliessend wurden in kleinen Arbeitsgruppen mit grosser Ernsthaftigkeit diskutiert über verschiedene Themen, z.B. „Was erstickt im Alltag manchmal meine Freude?“ oder “Wie kann man auf hilfsbedürftige Menschen zugehen?“ Alle Voten wurden ernst genommen und auch als ältere Gastgeber konnte man sich in der Gruppe von Jugendlichen voll integriert fühlen.

Die Nachmittage fanden dann jeweils in Basel mit vielen Möglichkeiten statt.

- Am Silvesterabend um 23 Uhr fand dann nochmals eine Taizé-Liturgie in der reformierten Kirche statt, und anschliessend wurde das neue Jahr im gleich  daneben befindlichen Kirchgemeindesaal ausgiebig gefeiert mit Essen, Trinken, Musik, Tanzen, viel Lachen und guten Gesprächen über alle Alters-, Konfessions- und Sprachgrenzen hinweg. Etwas ganz Besonderes waren die kulturellen Gesangs-  und Tanz-Beiträge der verschiedenen Volksgruppen: der Ukrainer, Polen, Italiener, Kroaten und Deutschen. - Alle ernteten grossen Beifall.

Nach dem Neujahr-Morgengottesdienst in der röm.-kath. Kirche nach und dem Mittagessen bei den Gastgeberfamilien hiess es dann traurig, aber dankbar Abschied zu nehmen, und der Zug setzte sich in Bewegung Richtung Basel, von wo aus die Gruppen mit Bussen wieder in ihre Heimatländer zurückfuhren.

Dank der modernen Technologie (E-Mail, Facebook, WhatsApp) darf man hoffen, dass einige der durch dieses Treffen entstandenen Begegnungen auch weiter leben werden. - Ein grosser Dank gebührt allen Gastgeberinnen und Gastgebern und der Röm.-kath. und der Evang.--ref. Kirchgemeinde für das Zurverfügung-Stellen der Kirchen und der Kirchgemeindehäuser, aber auch den vielen HelferInnen, die die Anlässe vorbereitet und durchgeführt haben, so dass am Schluss alle die Gewissheit hatten, das Jahr mit einem ganz grossartigen Erlebnis abgeschlossen, bzw. begonnen zu haben; ferner den Initiantinnen für die Taizé-Andachten in Möhlin, Martina Grenacher und Christine Frei und Lena Heskamp, welche alles koordiniert hatte. Ebenso Jannet van Haeringen und Pfarrerin Claudia Speiser, ohne die die reformierte Kirche völlig abseits gestanden wäre, denn sie waren es, die das sehr arbeitsintensive Fest der Kulturen organisiert und natürlich mit andern Helferinnen und Helfern durchgeführt haben.
Den vielen Jugendlichen möge Gott seinen Segen geben für ihren weiteren - für viele sicher nicht leichten – Lebensweg.