Trotz einsetzender Windböhen und spontanen Regengüssen am späteren Sonntag-Nachmittag, ging der 38. Belchen Cup sehr erfolgreich zu Ende. Als "Tageshighlight" darf sicherlich das Finalspiel des Herren N-Tableaus bezeichnet werden. Alle Finalpartien boten den zahlreichen Zuschauern besten Tennissport.

Gian Grünig (N3 46) ist der neue "Belchen König"
Der für den LTC Winterthur spielende Gian Grünig spielte in Hägendorf ein tolles Turnier. Nachdem er in der ersten Runde den Qualifikanten Christoph Kuhn (R1 klassiert und immerhin 28 Jahre älter als Grünig!!) souverän aus dem Weg geräumt hatte, kam es im Halbfinal zum Duell gegen den ersten Lokalmatadoren Timo Lanz (N3 37). Aufgrund der Wetterverhältnisse am Samstagmorgen musste die Partie in die Halle nach Kappel verlegt werden. Grünig spielte stark auf und bezwang Lanz in zwei ausgeglichenen Sätzen. Am Sonntag, wieder unter freiem Himmel, wartete mit Mischa Lanz (N3 36) der jüngere Bruder von Timo auf den Zürcher. Mischa, welcher vorher in zwei Spielen lediglich zwei Games abgegeben hatte, ging als leichter Favorit in das Spiel. Es wurde ein hochklassiges Duell auf des Messers Schneide welches dann der ein konstanter spielende Grünig im 3. Satz mit 6:3 für sich entschied.

Ausgeglichene Gruppenspiele bei den Damen Aktive R2/5
In der Gruppe der aktiven Damen gab es zwischen den Spielerinnen Nadja Fankhauser (R2), Julia Brack und Anna Wälti (beide R3) spannende und gute Matches zu verfolgen. Das Spiel zwischen Fankhauser und Brack war an Dramatik kaum zu überbieten. Nach einem "Auf und Ab" gewann Julia Brack schlussendlich im 3. Satz im Tiebreak und feierte einen tollen Sieg. Alle drei Damen gewannen je ein Spiel, sodass am Schluss die Rangliste ausgeglichen war.

Kuhn mit Sieg im Herren Aktive Turnier R1/4
Der gebürtige Oltner Christoph Kuhn (R1) wurde in dieser Leistungsklasse seiner Favoritenrolle gerecht und obsiegte ohne Fehl und Tadel. Der mittlerweile 47-jährige Routinier schlug der Reihe nach die jeweils viel jüngeren Joel Lauper, Manuel Güdel (beide R4) und dann im Final Eric Gloor (R3). Dabei gestand er seinen Konkurrenten total gerade mal sechs Games zu. Eine beeindruckende Leistung.

Bigler's "Belchen Cup Comeback"
Nach einer längeren Verletzungspause meldet sich Thomas Bigler (R6) in der R5/9 Konkurrenz der Herren Aktive auf eindrückliche Art und Weise zurück. Der deutlich unterklassierte Oltner kam nie auch nur in die Gegend einer Niederlage. Sein Gegenüber domierte er jeweils nach Lust und Laune und so musste auch der Belchener, Dario Piffaretti, im Final mit der Höchststrafe die Überlegenheit von Bigler anerkennen.

Adrian Wirz unbezwingbar
Der Oensinger Adrian Wirz (R5) eilt von Sieg zu Sieg. So auch am diesjährigen Belchen Cup. Mit seinem Finalgegner Christoph Zehnder (TC Olten / R5) hatte er jedoch seine liebe Mühe. Nach gewonnenem Startsatz ging bei Wirz auf einmal nicht mehr viel und Zehnder spielte gross auf. Im 3. Satz legte Zehnder schnell einmal auf 4:2. vor. Aber wer meinte, eine Niederlage für Adrian Wirz drohe, lag falsch. In seiner unverkennbaren Art und Weise und mit hoher Präzision zwang er Zehnder trotzdem noch in die Knie und siegte mit 6:4. Die Serie von Wirz geht weiter. Er liegt mittlerweile bei über 50 Siegen in Folge.

Sudan mit souveränem Auftritt
Der Oltner Philippe Sudan (R2) gewann das Herren 35+ R2/5 Turnier in souveräner Art und Weise. Im Final stand ihm der Belchener Boris Kellerhals (R3) gegenüber. Der topmotivierte Einheimische startete dynamisch und besass beim Stand von 2:1 einen Breakball. Mit viel Druck und Power zwang er Sudan in dieser Phase des Spiels in die Defensive. Der ausdauerstarke Sudan wurde jedoch nicht nervös und schlug zurück. Ein im 2. Satz völlig entkräfteter Kellerhals konnte nicht mehr dagegenhalten und verlor schlussendlich mit 4:6 und 2:6.

Silvia Wawrzyn-Gysi mit starker Leistung
Im Damen Turnier 30+ R2/5 gewann erwartungsgemäss die starke R2-erin Bettina Berger die Gruppenspiele. Alle vier Partien entschied die für den TC Möhlin spielende Berger für sich. Auf sich aufmerksam zu machen wusste in den beiden letzten Partien auch noch die Einheimische Silvia Wawrzyn. Mit R5 die nominell schwächst klassierte Spielerin siegte sie gegen Brigitte Nadler (R4) und am Sonntagnachmittag auch noch gegen Stefanie Kessler (R3).

Herren 65+ R6/9 an die Nummer 1
Der als Nummer 1 gesetzte Willi Basler (R6) vom TC Born Kappel gewann das Turnier ohne nennenswerte Probleme. Das Finale gegen den Belchener Beat Nyffenegger war eine einseitige Angelegenheit. Das Resultat von 6:2/6:0 ist entsprechend deutlich. Nyffenegger gelang im Halbfinale gegen Heiner Lutz (R7) mit einem kräfteraubenden Dreisatzsieg (10:7 im Champions-Tiebreak) eine Überraschung, welcher er am Sonntagmorgen ein wenig Tribut zollen musste.

Adriana Bilotta mit Siegen gegen Heidi Eugster und Therese Kunz
Der R6 klassierte Adriana Bilotta gelang gegen Heidi Eugster und Therese Kunz (beide R5) in den Gruppenspielen der Damen 50+ Konkurrenz zwei veritable Achtungserfolge. Zudem schlug sie auch noch die gleichklassierte Vroni Marti und somit die Konkurrenz ohne Satzverlust.

Alles offen im Herren Doppel!
Es ist zwar keine «dicke» aber mindestens eine «grosse» Überraschung, dass sich die beiden Senioren Rolf Schneider und Hanspeter Gasser (TC Belchen) für das Doppelfinale qualifiziert haben. Ihre Gegner hiessen Simon Leser und Mirko Notz vom TC Sissach. Die beiden jungen und wilden hatten im Halbfinale die Hägendörfer Boris Kellerhals und Andreas Rogenmoser in zwei knappen Sätzen geschlagen. Im Finale spielten die "Alten" wiederum gross auf. Leider musste das Spiel beim Stand von 6:4/5:5 wegen Regens und Sturm abgebrochen werden. Am kommenden Sonntag wird die Partie zu Ende gespielt!

Wiederum darf das OK auf tolle und sportlich hochstehende 11 Turniertage zurückblicken. Mit dem am Freitag, 9. August durchgeführten Mattenfest und dem allgemein sehr grossen Besucheraufmarsch war die Stimmung auf der Anlage "im Gnöd" stets hervorragend und die Spiele überaus fair und unfallfrei.

 "Nach dem Belchen Cup ist vor dem Belchen Cup" und die Austragung 2020 wird organisatorisch schon bald in Angriff genommen.

A. Rogenmoser / TC Belchen Hägendorf