Brugg

„Doppel(t)“ konzentriert am Netz

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Strahlende Sieger: Silvan und Luis

Strahlende Sieger: Silvan und Luis

Ein Artikel von Fabienne Geissberger und Rebecca v. Ungern-Sternberg, Klasse B2b der Bezirksschule Brugg

Schmerzhafte Beulen, kaputte Schläger, enttäuschte Blicke und gleich daneben haltloses Jubelgeschrei: Das Badmintonturnier der Bezirksschule Brugg leerte die Schulzimmer, füllte die Turnhalle und war ein voller Erfolg!

Ein Blick, konzentriert. Quietschen des Turnschuhs auf dem blauen Hallenboden. Der Schläger touchiert den Shuttle mit überraschender Präzision, dieser gewinnt an Geschwindigkeit und... „7 zu 2!“, schallt es triumphierend vom Spielfeldrand her. Ja, die rund 50 Schüler und Schülerinnen fieberten schon seit Tagen diesem Nachmittag entgegen: dem jährlichen Badmintonturnier der Bezirksschule Brugg, das am 17.12.2019 stattfand.

Jetzt, an diesem sonnigen Dezembernachmittag, ist es endlich so weit – die Halle ist von einem Netz durchtrennt, der Spielplan ein letztes Mal von den Lehrpersonen durchgesprochen und die Timer passend gestellt. Auch die 8. Klässler sind bestens vorbereitet: Bereits seit Anfang des Schuljahres büffelten sie die Anspiel- und Punkteregeln, doch natürlich kam auch der praktische Teil nicht zu kurz – Drop, Smash, Lob, Drive, Clear und sogar die schnellsten Schrittkombinationen wurden durch viel Üben verinnerlicht. „Es ist schon toll, mit meiner besten Freundin zu spielen”, meint ein Mädchen der Klasse 2b, was ihre Freundin mit einem Kopfnicken bestätigt. Im Vorhinein wurden nämlich schon 2er Teams gebildet, Jungs und Mädchen dabei getrennt, wie dann auch beim Turnier. Diese Formation, „Doppel“ genannt, erfordert gute Kommunikation zwischen den Teampartnern, was nicht bei allen gleich gut zu klappen scheint. Hier und da hört man genervte „Konzentrier dich“ und „Ich dachte, den nimmst du!“- Rufe. Aber auch der gegenteilige Fall, wenn sich in einer bestimmten Spielsituation beide Spielpartner verantwortlich fühlen, ist nicht wünschenswert: In einem Fall geht es sogar so weit, dass nach der Aktion Schläger von Spieler A und Kopf von Spieler B gleichermassen eine nicht gerade kleine Beule ziert! Aber trotz kleinen Ausnahmen – ein weiterer Schläger verliert seinen Griff bei einer verheerenden Niederlage – steht natürlich der Spass im Vordergrund.

Nach zwei Stunden Spiel nach Turnierplan folgt das nächste Highlight: die Herausforderungsrunde! Teams werden durchmischt, Können in unerbitterlichen 1-gegen-1-Runden bewiesen und natürlich Lehrer von mutigen Schülern herausgefordert.

Am Ende des Turniers wird es dann ernst, die Rangverkündigung ist an der Reihe! Geleitet wird sie durch zwei verletzte Schülerinnen, die im Wettbüro keinen Erfolg hatten und mit ihren Tipps weiter daneben lagen als die anderen Helfenden – ganz zum Vergnügen von denjenigen, die eine bessere Nase bewiesen hatten. Bei den Mädchen befanden sich Valentina und Saphira auf dem nennenswerten dritten Platz, knapp hinter Meret und Tabea. Wortwörtlich einsame Spitze war Nina, die wegen Personenmangel alleine spielen musste, sich aber hervorragend schlug. Das Turnier der Jungs wurde dominiert von Silvan und Luis, gefolgt von Tomoya und Levin auf Rang 2 sowie Jeremy und Loan auf Rang 3. Das Turnier ist der Schlusspunkt des Turnjahres – ein würdiger Abschluss, trotz oder gerade wegen aussergewöhnlichen Zwischenfällen.

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