Brugg

Eiserner Wille und stählerne Muskeln

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EIN TEXT DER BEZIRKSSCHÜLERINNEN JOANA HUGGENBERGER UND ENYA PETERHANS

Wie immer findet anfangs Jahr das SkiFit der Bezirksschule Brugg statt. Durchhaltevermögen ist gefragt. Denn eines steht fest: Es wird zwar spassig, jedoch definitiv kein Zuckerschlecken.

Unter lautem Stimmengewirr wuseln die Schülerinnen und Schüler durch die Turnhalle, stolpern hier über ein Bänkli und tragen dort ein Trampolin entlang. Sportlicher Ehrgeiz liegt in der Luft, ein schallendes «Achtung!», dann fällt eine Matte auf den Gummiboden, Turnschuhe quietschen und fröhliche Zurufe werden laut.

Eine Schülerin gibt zu: «Anfangs war das mit dem Aufstellen nicht ganz einfach. Woher sollte ich auch wissen, dass mein Posten bereits zweimal existiert?» Sie lacht und macht sich auf die Suche nach ihrer Teampartnerin.

Ganz so grosse Pannen hat es dann zum Glück doch nicht gegeben. Nach einer guten Viertelstunde, in der die Sportlehrpersonen sich redlich darum bemühten, ein Chaos zu verhindern, steht eine beachtliche Anzahl verschiedenster Turnelemente da. Aufgeregt werden sie von den Jugendlichen beäugt und teils mit Vorfreude, teils mit eher kritischen Blicken gemustert.

Eine kurze Einführung, dann schrillt die Glocke und die Teenager laufen sich zum Klang der Musik während einigen Minuten ein, bevor sich die Hälfte an die Geräte wagt. Seit gut 20 Jahren halten sich die Schülerinnen und Schüler der Bezirksschule Brugg schon auf diese Weise fit. Das Turnlehrer-Ehepaar Basler gründete um das Jahr 1995 das unter den Jugendlichen berühmt-berüchtigte SkiFit. Ein Zirkeltraining, welches vor allem die Arm -, Bein-, Bauch- und Rückenmuskulatur sowie die Koordination fordert und fördert.

Das Skifit findet in den vier Wochen zwischen den Weihnachtsferien und den Sportferien in der Sporthalle Hallwyler statt. Der Zweck des allgemeinen Fitnesstrainings ist es, die Jugendlichen unter anderem fit für die kommende Skisaison zu machen.

Es ist ein gesellschaftlicher Anlass für die Schülerinnen und Schüler aller drei Jahrgänge, die sich in diesen Lektionen untereinander messen und zu zweit die Posten absolvieren können.

«Es soll Abwechslung und Spass in das sonst etwas eintönige Krafttraining bringen,» meint die Sportlehrerin Tina Gentner.  «Und die Schoggistängeli-Posten motivieren einige unserer Schülerinnen und Schüler zu Höchstleistungen», fügt sie zwinkernd hinzu.
Bei den anstrengendsten Posten kann man sich durch gute Leistungen nämlich etwas Schokolade verdienen.

Unterdessen ist das Trappeln der joggenden Jungen zu hören, die ihre Muskeln warmhalten. Die Mädchen üben sich inzwischen an den verschiedenen Herausforderungen, balancieren auf einer Reckstange, stemmen Medizinbälle in die Höhe und schwingen sich in den Handstand. Nach einer Minute wird gewechselt.

«Nach dem SkiFit bin ich ausgepowert», berichtet eine der Jugendlichen nach dem rund dreissig-minütigen Training, das gefalle ihr sehr. Es sei ein tolles Erlebnis, sich auch mal mit den anderen zu messen, stimmt ihre Kollegin zu.

Spass und Sport, eine gesunde Kombination. Als die Schüler erschöpft, aber zufrieden die Halle verlassen, ist klar: Solche Events sollte es auch in Zukunft noch geben, stärkt es doch nicht nur die Muskeln, sondern auch das Durchhaltevermögen, den Willen und den Teamgeist. Kurz: ein Gewinn für alle!

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