Subingen

Finaltag zum Abschluss der Schweizer Kegler-Meisterschaft 2019 in Küngoldingen.

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Von links nach rechts: Ingrid Bürgin, Ziefen – Silber; Maja Kamber, Safenwil – Gold (Schweizer Meisterin 2019); Sefora Durchdenwald, Subingen – Bronze. Bild: Sonja Buob.

Von links nach rechts: Ingrid Bürgin, Ziefen – Silber; Maja Kamber, Safenwil – Gold (Schweizer Meisterin 2019); Sefora Durchdenwald, Subingen – Bronze. Bild: Sonja Buob.

Mit dem Finaltag am 27. Oktober endete die Schweizer Kegler-Meisterschaft 2019 der Schweizerischen Freien Keglervereinigung (SFKV) in Küngoldingen. Sefora Durchdenwald aus Subingen holte Bronze.

Die Schweizerische Freie Keglervereinigung (SFKV) beendete ihre 66. Schweizer Meisterschaft in Küngoldingen mit dem Finaltag am 27. Oktober. Die Endkämpfe wurden im Hotel-Restaurant Linde ausgetragen. Am Finalsonntag traten die 9 Damen und die 25 Herren gegeneinander an, die bei den Meisterschaftsspielen die besten Resultate erlangt hatten. Mit zähem Kampfgeist, mentaler Stärke und kegeltechnischem Talent kämpften sie für die bedeutendste Auszeichnung des Jahres auf nationaler Ebene. Sefora Durchdenwald aus Subingen gewann Bronze. Mit ihrer starken Leistung erfreute sie die Kegelsportfans in der Solothurner Region.

Mit Gelassenheit, Blick für die Eigenschaften der Bahnen und sicherer Hand zum Sieg
Den Schweizer Meistertitel 2019 bei den Damen holte Maja Kamber aus Safenwil. Bereits im vergangenen Jahr in Heimberg als Schweizer Meisterin gefeiert, verteidigte sie mit sagenhaften 1608 Holz ihren Titel erfolgreich. «Ich bin happy, einfach überwältigt!», schwärmte sie. Nie habe sie mit einer Goldmedaille gerechnet! Maja Kambers Erfolgsrezept vom vergangenen Jahr bewährte sich aufs Neue: ruhig bleiben, sich konzentrieren, die Eigenschaften der Bahn abschätzen. «Überdies achtete ich auf meine Stellung und den körperlichen Ablauf beim Wurf sowie auf eine ruhige Hand.» Für ihre Zukunft hofft Maja Kamber, gesundheitlich fit zu bleiben und noch lange Jahre weiterkegeln zu können.

Sefora Durchdenwald verpasste Silbermedaille ganz knapp
Während Maja Kamber deutlich siegte, entbrannte zwischen Ingrid Bürgin aus Ziefen und Sefora Durchdenwald aus Subingen ein zäher Kampf um Silber. Die Keglerinnen zeigten sich mit je 1599 Holz als ebenbürtig. Die Anzahl Neuner der beiden Gegenspielerinnen entschied letztlich, welche von ihnen nun den zweiten und welche den dritten Rang belegte. Mit 86 Babeli war es Ingrid Bürgin, die Silber gewann. «Ich freue mich sehr! Kampfgeist, Konzentration sowie die Unterstützung meines Fan-Clubs haben sich bezahlt gemacht.»

Ebenso sehr freute sich Sefora Durchdenwald über ihre Bronzemedaille, die sie mit 1599 Holz und 80 Neunern erlangte. «Noch nie habe ich bei einer Schweizer Meisterschaft ein so hohes Resultat erreicht. Mein Rezept heisst Konzentration. Alles ausblenden, was ablenkt. Heute ist mir dies recht gut gelungen.» Ihr kegelsportliches Ziel für die Zukunft: «Weiterhin erfolgreich sein, den Level halten. Ich werde versuchen, für mich selbst wie auch für meinen Klub stets das Beste zu geben.»

Talent und eiserne Nerven verhalfen Jürg Soltermann zum Schweizer Meistertitel
Wie Maja Kamber bewies auch der SFKV-Zentralpräsident Jürg Soltermann aus Wattenwil ein gutes Auge für die Eigenschaften der Bahnen. Als erfahrener Kegler weiss er die Tücken einer Bahn richtig einzuschätzen und das Rolltempo der Kugel entsprechend zu beeinflussen. Dank seinem guten Blick für die Bahnen, einem eisernen Nervenkostüm und regelmässigem Training sicherte sich der Talentkegler mit bemerkenswerten 1658 Holz den Schweizer Meistertitel. Als er von seinem Sieg erfuhr, war er überwältigt. «Für mich ist es Freude pur!» Er habe alles gleich gemacht wie bei den Meisterschaftsspielen. «Ich blieb ruhig, fokussiert. Ich ass dasselbe Menü und hielt sogar die gleiche Kreide in der Hand (schmunzelt).» Für die Zukunft hofft er, gesund zu bleiben und noch eine Weile mit der Spitze mithalten zu können.

Marcel Steiner kegelte haarscharf am Schweizer Meistertitel vorbei
Durch mentale Stärke zeichnete sich auch der Silbergewinner Marcel Steiner aus Goldswil bei Interlaken aus. Souverän, mit innerer Gelassenheit kegelte er sein Pensum, stets sein Ziel vor Augen. Mit einem Holz Abstand zu Jürg Soltermann verpasste Marcel Steiner den Schweizer Meistertitel um Haaresbreite. Zwar habe er insgeheim gehofft, ein so gutes Resultat zu erreichen. Wirklich damit gerechnet habe er jedoch nicht. «Umso mehr freue ich mich über meine Medaille – obschon ich den Schweizer Meistertitel knapp verpasst habe.» Sein Erfolgsrezept? «Ruhe bewahren, konzentriert bleiben! Speziell versuchte ich, bei möglichst jedem Wurf einen Neuner zu schaffen.»

«Die Bronzemedaille bedeutete für mich eine tolle Überraschung»
Die Bronzemedaille erkämpfte sich Sven Scheidegger aus Eriswil mit 1642 Holz. «Diese Medaille bedeutete für mich eine tolle Überraschung.» Vor dem Wettkampf habe er sich zwar gute Chancen für eine Medaille ausgemalt. «Doch nachdem ich gekegelt hatte, rechnete ich nicht mehr damit. Bis mir dann auffiel, dass ich auf der Rangliste immer weiter nach oben rückte.» Ein besonderes Rezept für seinen Erfolg hatte Sven Scheidegger nicht vorzuweisen. «Ich kegelte unbelastet, genau wie bei allen übrigen Meisterschaften.» Ebenso wolle er den Kegelsport auch in Zukunft ausüben: ohne spezielle Ziele, mit gesundem sportlichem Ehrgeiz und mit Spass an der Sache.

Rangliste Finaltag 2019 Herren:1.Soltermann Jürg, Wattenwil (1658 Holz/98 Neuner), Schweizer Meister; 2. Steiner Marcel, Goldswil b. Interlaken (1657/105); 3. Scheidegger Sven, Eriswil (1642/97); 4. Urweider Ernst, Innertkirchen (1641/99); 5. Reber Ueli, Muttenz (1640/95); 6. Dornbierer Walter, Courtelary (1638/91); 7. Heini Beat, Balsthal (1635/85); 8. Stettler Ernst, Weggis (1632/102); 9. Trüssel Markus, Wynau (1632/85); 10. Hunziker Hans, Kirchleerau (1629/88); 11. Caluori Placi, Wolfwil (1624/96); 12. Wüthrich Peter, Bern (1624/92); 13. Strahm Jürg, Wynigen (1622/90); 14. Odermatt Peter, Beromünster (1615/87); 15. Blunier Walter, St. Antoni (1610/91); 16. Bürgin Emil, Ziefen (1610/87); 17. Grüter Peter, Ruswil (1610/72); 18. Imfeld Paul, Lungern (1606/87); 19. Willimann Josef, Dagmersellen (1600/79); 20. Wenger Adrian, Meiringen (1597/87); 21. Schwägli Bernard, Safenwil (1596/76); 22. Steudler Thomas, Thun (1594/77); 23. Stirnemann Rolf, Stansstad (1588/81); 24. Locher Martin, Heimberg (818/49); 25. Kiener Stefan, Uetendorf (811/45).

 Rangliste Finaltag 2019 Damen:
1. Kamber Maja, Safenwil (1608 Holz/91 Neuner), Schweizer Meisterin; 2. Bürgin Ingrid, Ziefen (1599/86); 3. Durchdenwald Sefora, Subingen (1599/80); 4. Immoos Belinda, Goldau (1596/81); 5. Avella Esther, Zuchwil (1595/85); 6. Schaad Therese, Bätterkinden (1584/79); 7. Abrecht Doris, Seftigen (1567/60); 8. Rinderknecht Judith, Brislach (1566/78); 9. Aebi Regula, Derendingen (1560/81).

Von Regina Gerber-Pfäffli

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