- Nach einem führungslosen Jahr hat Swiss Cycling Aargau wieder einen funktionieren Vorstand. An der ordentlichen Delegiertenversammlung in Wohlen konnten alle Vorstandschargen besetzt werden.

Vor Jahresfrist schien es, als würde bei Swiss Cyling Aargau nichts mehr rund laufen. Nach dem Rücktritt von Präsident Urs Schmid (Seon) waren gerade noch zwei Vorstandsmitglieder übrig geblieben. Eine vorgesehene ausserordentliche Delegiertenversammlung kam auch nicht zustande. „Wir waren im vergangenen Verbandsjahr deshalb nicht mehr funktionsfähig und mussten uns aufs Verwalten beschränken. Neue Ideen und Anregungen konnten wird nicht umsetzen“, gab Kassieren Paula Winterberg (Wohlen) an der am Freitag von 51 Stimmberechtigten aus 28 Sektionen in Wohlen besuchten Delegiertenversammlung auch zu.

Kassierin Paula Winterberg und der für den Sport zuständige Marcel Lüthy (Muhen) sorgten immerhin dafür, dass der Verband dieses schwierige Jahr überrlebte. Die Finanzen blieben im Lot. Es konnte sogar ein Einnahmenüberschuss von 3'968 Franken verzeichnet werden.

Jakob Winterberg wieder Präsident

Die sauberen Finanzen dürften sicherlich mit ein Grund gewesen sein, dass mit Silvia Oesch (Möriken), Jakob Winterberg (Dintikon), Ernesto Hitz (Wohlen) und Fredy Soder (Möhlin) vier neue Vorstandsmitglieder gefunden werden konnten. Sie werden zusammen mit Paula Winterberg das neue Führungsgremium bilden. Marcel Lüthy seinerseits trat aus dem Vorstand zurück. Zum Präsidenten wurde Jakob Winterberg gewählt. Winterberg leitete die Geschicke von Swiss Cycling Aargau bereits zwischen 1998 und 2002. „Ich hoffe, dass Swiss Cycling Aargau nun wieder auf Vordermann kommt. Dazu ist es jedoch notwendig, dass alle am gleichen Strick ziehen“, gab Winterberg den Delegierten zu verstehen.

Antrag von Leibstadt bleibt pendent

Angesichts der erfreulichen  ausgegangenen Wahlen überraschte es nicht, dass die Delegiertenversammlung von Swiss Cycling Aargau in einer guten Atomsphäre verlief. Über ein von Reto Capaul vorbebrachter Antrag, der Bike-Parks von Leibstadt solle auch vom Kantonalverband unterstützt werden, wurde zurückgestellt. Der neue Vorstand nahm das Begehren sowohl von Leibstadt wie auch von Gränichen entgegen, dass die beiden Bike-Parks unterstützt werden sollen. Es scheint nicht ausgeschlossen zu sein, dass den Anträgen stattgegeben wird. Dies vor allem deshalb, weil die Einrichtungen dem Nachwuchs zugute kommen. Der nun wieder handlungsfähige Vorstand will sich jedoch zuerst ein Bild verschaffen und dann zuhanden der nächsten Delegiertenversammlung mit einem eigenen Antrag aufwarten.

Die Anträge von Gansingen und Wittnau, den beiden Aargauer Etappenorten der diesjährigen Tour de Suisse, finanziell unter die Arme zu greifen, wurde von der Versammlung mit dem Hinweis darauf, dass sich der Verband in erster Linie als Förderer des Nachwuchses in allen Radsport-Disziplinen sieht und die Unterstützung des Spitzensportes nicht als Hauptaufgabe sieht, hingegen klar abgelehnt.

Auch Sportlerehrung verschoben

Dass der Verband mit der Bestellung des Vorstandes wieder auf Vordermann kommt zeigte sich auch darin, dass dank der Initiative des Ausschusses Strasse – im Vorstand durch Ernesto Hitz vetreten -  regelmässige, fachkundig geleitete Trainings für die 15 bis 18jährigen Nachwuchs-Rennfahrer zustande gekommen sind. Die Nachwuchs-Sportler treffen sich jeweils am Mittwoch ab 18 Uhr in Brugg (Geissenschachen) zu diesen Trainings.

Auf die zahlreichen Erfolge der Sportler aus den Reihen der Sektionen von Swiss Cycling Aargau wurde an der Delegierten-Versammlung hingewiesen. Zu einer eigentlichen Sportlerehrung kam es für einmal allerdings nicht. „Die meisten Sportlerinnen und Sportler stecken bereits in der Wettkampf-Saison oder sind in Trainingslagern. Wer sich jedoch abgemeldet hat, bekommt die Anerkennung jedoch gleichwohl“, begründete Paula Winterberg die Abwesenheit der Sportlerinnen und Sportler. Mit ein Grund, wieso die Gewinner von Titeln oder Medaillen an Meisterschaften, die jeweils zur Ehrung eingeladen werden, dürfte auch gewesen sein, dass die Delegiertenversammlung für einmal erst Ende April stattfand. „Nächstes Jahr führen wir die Delegiertenversammlung wieder anfangs März durch und dann sind die Sportlerinnen und Sportler wieder dabei“, gab sich Paula Winterberg zuversichtlich.