Dieser eher schnoddrige Kommentar von Andreas Schwald ist etwas vom reaktionärsten was in letzter Zeit zum Thema Rauchverbot im öffentlichen Raum geschrieben wurde; dazu leider in der BZ.
Ein Rauchverbot an Bahnhöfen, vor allem auch im Warte - und Einsteigebereich als radikale Einschränkung der persönlichen Freiheit zu bezeichnen ist eine völlige Umkehrung der Tat-sachen. Die Mehrheit der Benutzer des ÖV sind Nichtraucher und werden in ihrer Freiheit durch Raucher auf Bahnsteigen und an Haltestellen von Tram und Bus zum Teil massiv beein-trächtigt. Rauchen bis zum letzten Moment und dann Kippe aufs Geleise ist Alltag. Wir Nichtraucher „dürfen“ uns dann solidarisch an den Reinigungskosten der Geleise beteiligen. Dass im Kommentar das Fehlen der Möglichkeit einer Bestrafung von widerspenstigen Rauchern beinahe schadenfreudig hervorge-hoben wird, ist ein schöner Hinweis auf die gelebte Solidarität. Andere Länder haben schon vor Jahre solche Rauchverbote ein-geführt und gute Erfahrungen damit gemacht.
Ich hoffe, der Kommentar von Andreas Schwalt bleibt in der BZ eine Ausnahme, sonst muss ich überlegen, ob ich mein Abonnement wieder erneuern soll.
Hans Buser, Pfeffingen