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Mit Power to Gas in die Zukunft?

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Drei spannende Referate zum Thema "Power to Gas" vor 170 Gästen im Eniwa Gebäude in Buchs

Mit Power to Gas auf dem Weg in die Zukunft

Drei spannende Referate zum Thema "Power to Gas" vor 170 Gästen im Eniwa Gebäude in Buchs

Ein Thema, das derzeit regelmässig im Zusammenhang mit klimafreundlicher Energie auftaucht, Power to Gas. Es stand im Zentrum des Energie-Apéros in Buchs bei Eniwa. Zwei Experten und eine Expertin der Materie referierten dazu.

Hans-Kaspar Scherrer, CEO Eniwa AG in Buchs, durfte rund 170 Gäste begrüssen. Power to Gas ist ein Teil der Zukunft im Bereich der Energie, wenn uns die Dekarbonisierung gelingen soll.

Flächendeckendes H2 Tankstellennetz bis 2023

Thomas Walter, Mitglied der Geschäftsleitung der H2 Energy AG, ging auf H2 als wirtschaftliche Chance zur Dekarbonisierung der Mobilität sowie der Sektorkopplung (Verbindung der Sektoren Strom, Wärme und Verkehr über Energiespeicher und Energiewandler) ein. Dank der standardisierten Speicherung von Wasserstoff (H2) in kompakten Drucktanks eignet er sich gut für Mobilitätslösungen. Wichtig, dass der H2 auf erneuerbarem Strom basiert. Mit Coop zusammen wuchs 2015 die Idee, ein flächendeckendes, rentables und CO2 freies H2-Tankstellennetz zu haben. Starten wollte man mit H2-Lastwagen, da deren Verbrauch und deren Routen gut planbar sind. Im Kostenvergleich schnitt H2 mit Diesel gut ab und es zeigte sich, dass eine Tankstelle mit zehn H2-LKWs kostendeckend betrieben werden kann. Es entstand der Schweizer Wasserstoff Förderverein. Deren Ziel ist es, bis 2020 20 H2-LKWs und 8 H2-Tankstellen zu betreiben, bis 2023 sollen es 50 bis 100 H2-Tankstellen sein. Das Projekt funktioniert so weit gut. Denn, so Walter, jeder in der Wertschöpfungskette profitiert und es ist vom LKW erweiterbar auf PKWs.

Teil eines EU Forschungsprojekts
Die Forschungsanlage zum Power to Gas-Verfahren der Regio Energie Solothurn ist Teil des internationalen Projekts «Store&Go». Andrew R. Lochbrunner, Projektleiter erklärte die Anlage und wie das Power to Gas-Verfahren in Solothurn über eine innovative biologische Methanisierung erfolgt. Das produzierte Methan verfügt über die identische chemische Zusammensetzung wie Erdgas und kann direkt ins Schweizer Erdgasnetz eingespeist und gespeichert werden. Das Projekt erfolgt in Zusammenarbeit mit weiteren Verbänden und Hochschulen. Zoe Stadler von der Hochschule für Technik in Rapperswil warf abschliessend einen Blick auf die Herausforderungen für zukünftige Power to Gas Projekte.

Im Anschluss an den Anlass wurde ein Apéro offeriert, an welchem mit den Referenten rege weiterdiskutiert wurde.

Power to Gas
Das Power to Gas-Verfahren besteht aus zwei Schritten. Zuerst wird erneuerbarer Strom durch Elektrolyse zu Wasserstoff (H2) umgewandelt. Beim zweiten Schritt, der Methanisierung (Methan CH4), verbindet sich der Wasserstoff mit CO2 zu erneuerbarem Gas. Dieses lässt sich dann in das Gasnetz einspeisen oder auch speichern.

Sektorkopplung
Kernstück der Sektorkopplung ist die Verbindung der Sektoren Strom, Wärme und Verkehr über Energiespeicher und Energiewandler. So kann Strom beispielsweise zur Herstellung von speicherbarem Gas (Methan, Wasserstoff) genutzt werden - und umgekehrt. Quelle: VSE

www.energieaperos-ag.ch

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