Die Bürgergemeinde Lohn ist bekannt mit seinen vielen prächtigen Douglasien, die von weither sichtbar sind. Die schönsten und grössten sind mittlerweile 127 Jahre alt geworden. Dieses Jahr wurde ein neues Kapitel in der Vielfältigkeit der Waldbäume im Lohner Wald aufgeschlagen: Konfirmanden und Konfirmandinnen der Reformierten Kirchgemeinde Lohn-Ammannsegg-Biberist-Gerlafingen pflanzten am 27. Oktober die allerersten Edelkastanien.

Dort wo der Sturmwind Burglinde im Oberen Bärenmoos Schäden angerichtet hat, haben kürzlich 11 Konfirmanden und Konfirmandinnen mit 2 Begleitpersonen der Reformierten Kirchgemeinde die Fläche geräumt und Platz für eine neue Baumart im Lohner Wald geschaffen. Aufgrund des wärmer werdenden Klimas hat auch die Edelkastanie einen Platz in den hiesigen Wäldern bekommen. Die Chance, nebst den berühmten Douglasien, urplötzlich einer neuen Baumart in den Lohner Waldungen Platz zu geben, liessen sich die Verantwortlichen der Bürgergemeinde Lohn nicht entgehen. "Es passt in unser langjähriges waldbauliches Konzept, neuen Zukunftsbäumen im Lohner Wald eine Chance zu geben, wie damals vor 127 Jahren den Douglasien", motivierte der Forstverantwortliche Ruedi Luterbacher vor der Pflanzung die mithelfenden Personen. Die Jungpflanzen der Edelkastanien wurden unter Anleitung in Gruppen à 9 bis 11 Stück gepflanzt und bei der Pflanzung wurde der vorgegebenen Trockenheit des Bodens ganz besonders Rechnung getragen. Hervorragend wie sich die Konfirmanden und Konfirmandinnen bei dieser Räumungs- und Pflanzaktion mit Pfarrerin Dorothea Neubert und Diakonin Simone Hug einsetzten. Im Anschluss an die Pflanzung der Kastanien verkündigte der Forstverantwortliche der Bürgergemeinde Lohn, dass es in rund 10 Jahren ein erstes Maronifest in Lohn-Ammannsegg geben werde, mit heimischem Vermicelles zum Dessert als Höhepunkt! Denn so lange geht es wohl, bis die neuen Bäume der Edelkastanie im Lohner Wald erstmals Früchte (und somit Maroni) tragen werden.