Seon

Ökum. Bettags-Gottesdienst in der Ref. Kirche Seon

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Traditionsgemäss haben die katholische und die reformierte Kirchgemeinde am Bettag zum ökumenischen Gottesdienst in die Reformierte Kirche eingeladen. Zahlreiche Gläubige sind dieser Einladung gefolgt und durften einen eindrücklichen Gottesdienst erleben.
Begrüsst wurden die Gottesdienstbesucher vom Männerchor Seon unter der Leitung von Renata Peliskova mit dem Lied «Der diese Welt fest in den Händen hält». Es folgten Kanzelgruss und liturgische Eröffnung durch Pfarrer Jürgen Will.
Dank-, Buss- und Bettag, das ist die vollständige Bezeichnung des eidgenössischen Bettages. In seiner Predigt hielt Gemeindeleiter Dr. Gerhard Ruff zuerst eine kurze Rückschau auf den Gottesdienst von letztem Jahr. Da habe er sich in seiner Predigt dem Thema «Danken» gewidmet. In diesem Jahr möchte er sich mit dem Begriff «Busse» beschäftigen, was etwas schwieriger darzulegen sei.
Beichten im Beichtstuhl sei in der katholischen Kirche heute kaum noch üblich, und umgangssprachlich sei der Begriff negativ besetzt. Wenn man jemandem etwas beichten müsse, wären die Folgen in der Regel nicht erfreulich. Und «Das wirst du mir büssen!» lasse meist auch nichts Gutes erwarten.
Gott sei aber kein strafender Gott, er wolle die Versöhnung. Menschen sind nicht unfehlbar, Unrecht geschieht. Busse tun bedeutet: Innehalten, eine Art innere Umkehr, sich und die Nächsten akzeptieren, mit sich und seinen Mitmenschen ins Reine kommen.
Weitere Lieder des Männerchors, das Orgelspiel von Andres Joho, Gebete und Lobgesang der Gemeinde rundeten den Gottesdienst ab.
Im Anschluss traf man sich beim bereitgestellten Apéro und genoss den Gedankenaustausch mit Freunden und Bekannten.

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