Basel, den 14.10.2014

Das Kantonspital Baselland KSBL, Standort Bruderholz, rekrutiert erstmals Pflegekräfte aus Spanien. Der spanische Abschluss "grado en enfermería" ist mit dem Abschluss diplomierte/r Pflegefachfrau/mann in der Schweiz vergleichbar. Das Kantonsspital kann somit direkt auf diplomiertes Pflegepersonal zurückgreifen, das in der Schweiz zunehmend schwer zu finden ist. In den Spitälern kann man zwar auf ausreichend Fachangestellte Gesundheit (FaGe) zurückgreifen, jedoch immer weniger auf diplomiertes Pflegepersonal, denn viele Pflegekräfte scheuen das zusätzliche Studium mit einer Länge von 2 Jahren, wodurch sich die Ausbildungsdauer auf 5 Jahre summieren würde: Zu lange, wie es viele FaGes finden, denn diese entschließen sich immer weniger zu dem Schritt, ihrer dreijährigen Ausbildung zwei Studienjahre anzuhängen. Dies hat zu einem Pflegenotstand in der Schweiz geführt. Traditionelle Einwanderungsländer wie Deutschland oder Polen brechen zunehmend weg, da sich auch in diesen Ländern der Pflegenotstand zuspitzt und immer weniger Menschen den Beruf der Pflegefachkraft ergreifen.

So lag es nahe, den Blick nach Spanien zu richten, einem Land, das seit Jahren durch die Sparmaßnahmen der EU und durch die Arbeitsmarktkrise im Gesundheitsbereich gekennzeichnet ist. Spanien ist aber für das Kantonsspital KSBL vor allem deshalb interessant, da die spanischen Pflegekräfte auf ein vierjähriges Studium zurückblicken können, das vom Schweizer Roten Kreuz (SRK) anerkannt wird. Als notwendige Voraussetzung wird nur die Sprachkompetenz B2 des Europäischen Referenzrahmens für Sprachen verlangt. Einige Personaldienstleister wie die TTA Personal GmbH haben sich auf die Vermittlung in die Schweiz spezialisiert und können Spitälern wie dem Kantonsspital KSBL ein komplettes Paket anbieten, so dass man auf Personal zurückgreifen kann, das nach einer kurzen Einarbeitungszeit sofort einsetzbar ist.