Muttenz

Spezielle Mondfinsterniswanderung mit Fotostativ am 16. Juli 2019

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In der Nacht vom 16. auf den 17. Juli 2019 wurde ein tiefstehender Vollmond angekündigt. Dazu kamen ein paar spezielle Begleiterscheinungen, die eine nächtliche Wanderung zu einem ganz besonderen Erlebnis werden liessen. Denn der Vollmond sollte noch von einer partiellen Finsternis betroffen sein, die ihren Höhepunkt mit ca. 2/3 Abdeckung um 23.30 Uhr hatte.

Schon ein paar Tage im Voraus überlegte ich mir, wie bringe ich interessante Bilder von diesem Ereignis nach Hause. Mitten in der Nacht ist der Mond so hell, dass auf Bildern von der Umgebung nicht mehr viel zu erkennen ist und Gipfel mit hellen Gletschern gibt es in Muttenz auch nicht. Ein wenig restliches Tageslicht durfte ich zu Beginn der Finsternis um 22 Uhr erwarten, also musste ich ein geeignetes Objekt im Osten finden, welches zum aufgehenden Vollmond passt. Ich entschied mich für die Ruine Wartenberg. Meine Berechnungen zeigten mir, da musst Du zur stark befahrenen Rennbahnkreuzung gehen, denn von dort aus steigt der Mond direkt über der Mittleren Burg hoch. Also startete ich dort meine Wanderung mit Fotostativ und knipste direkt vom Boden unter den Tramleitungen hindurch meine ersten Bilder. Die Ruine hatte Besuch und so verschönerten auch menschliche Silhouetten die Situation. Mehr und mehr verfinsterte sich unser Trabant und ich wanderte entlang der St. Jakobs-Strasse und dann dem Tram entlang bis zur Station Muttenz Dorf. So ging der Mond immer wieder über der mittleren Ruine auf und ich hatte viele Gelegenheiten tolle Bilder zu schiessen. Leichte Schleierwolken verdeckten die perfekte Sicht auf Krater und Gebirge des Mondes, dafür hatte es mehr Umgebungslicht, so dass sich mehr Objekte in dieser mystischen Stimmung zeigten.

Nun kam der krönende Abschluss, nicht mehr mit der Ruine, dafür mit dem altehrwürdigen Kirchturm Muttenz. Der Mond war inzwischen so hoch gestiegen, dass er schon einiges über dem Horizont lag. Bereits am Vortag begab ich mich für Übungszwecke in einen Hinterhof, von dem aus der Vollmond direkt hinter der Kugel, dem Kreuz und dem Hahn zu beobachten war. An diesem Tag herrschte bestes Wetter und so zeigten sich die Silhouetten nur direkt vor der Mondscheibe. Am 16. Juli erlebte ich jedoch wegen der vom Mond beleuchteten Schleierwolken diese ganz besonders mystische Situation, die mir noch lange in Erinnerung bleiben wird. Ich war überglücklich, dass sich auch der Hahn in die beste Position gedreht hatte. Müde und zufrieden kehrte ich nach Hause zurück und bearbeitete meine Bilder, auf die ich so gespannt war.

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