Binningen

Von Projektplanung bis IoT – Digitalisierung im Mittelstand

megaphoneaus BinningenBinningen
Projektplanung

Projektplanung

Der Begriff Digitalisierung weckt bei vielen großes Interesse und Begeisterung – kein Wunder, schließlich eröffnet die digitale Revolution einen Reichtum von Chancen und Möglichkeiten für Betriebe, neue Kunden zu gewinnen, Prozesse zu optimieren und Performance zu verbessern. Bei so manchen löst das Wort aber auch Argwohn oder Ablehnung aus; das innere Auge sieht einen stickigen Raum voller surrender Rechner, lange Orientierungen mit noch längeren Handouts voller wichtig tönender Schlagwörter.

Wie jeder andere Change-Prozess ist auch das Gelingen einer sich ständig weiterentwickelnden digitalen Unternehmensstrategie abhängig davon, ob das Gros der Mitarbeiter darauf einsteigt oder an alten Strukturen festhält. Zwar hat eine Studie der Universität St.Gallen herausgefunden, dass über 70 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen in der Schweiz digitale Projekte verfolgen; in Deutschland sind immerhin um die 60 Prozent der mittelständischen Betriebe mit ihren Kunden digital vernetzt. Trotzdem verläuft dieser Prozess oft harzig, vor allem wenn die Entwicklung zu sehr top-down angeordnet ist nicht von den Ausführenden mitgetragen wird.

Es reden zwar alle davon, doch bis heute hält sich der Gedanke, dass sich Digitalisierung auf einzelne Abteilungen wie Marketing und IT beschränkt. Viele Führungskräfte haben Respekt vor der Entwicklung, und obwohl die sich bewusst sind, dass es Handlungsbedarf gäbe, lassen sie lieber andere sich damit herumschlagen. Digitalisierung lässt sich aber nicht delegieren – die Transformation und Modernisierung muss schlussendlich das ganze Unternehmen tragen, und die wichtigste Rolle dabei hat die Geschäftsführung, deren Vision und Strategie an die Bedürfnisse und Herausforderungen der modernen Zeit angepasst werden müssen.

Die Herausforderung ist also, eine Unternehmenskultur zu schaffen, welche Digitalisierung über den ganzen Betrieb hinweg ermöglicht. Die größten Barrieren hierbei sind die Angst vor dem damit verbundenen Aufwand, sowohl finanziell als auch zeitlich, aber zum Teil auch fehlende Qualifikation von Seiten der Führungskräfte. Diese Herausforderungen können aber mit effektiven, einfach zu handhabenden Tools gemeistert werden. Viele Modernisierungs- und Digitalisierungsprojekte geraten in Schwierigkeiten, weil die Projektstruktur zu wenig genau vorgegeben ist. Je mehr sich ein Unternehmen in unbekanntes Terrain begibt – sei es Automatisierung in der Produktion oder eine online-Vernetzung mit Kunden – umso wichtiger wird die Infrastruktur, welche das Projekt stützt.

Hier ist es wichtig, das Projekt und alle verfügbaren Ressourcen im Vornherein gründlich zu planen. Gerade in kleinen und mittleren Unternehmen, wo sich Tätigkeits- und Handlungsfelder überschneiden und einzelne Mitarbeiter neben ihrer operativen Tätigkeit oft auch in eines oder gar mehrere Projekte eingebunden sind, kann die Führungskraft schnell den Überblick über die ihr zugeordneten personellen Ressourcen verlieren.  Abhilfe schaffen gut gegliederte Projektplanungstools wie zum Beispiel jenes der Firma Timewax. Die Software kann plattformübergreifend eingesetzt mit anderen Applikation vernetzt werden, und das User Interface wirkt freundlich und wenig beängstigend. Dieses und ähnliche Tools erlauben den Zugang auf verschiedenen Planungstiefen, abhängig von der Berechtigung des jeweiligen Nutzers. So bewegen sich Projektleiter, Mitarbeiter oder Abteilungsleiter in derselben Umgebung und können einfach auf Plantafeln, Zeitpläne, Zwischenberichte und vieles mehr zugreifen.

Eine große Falle bei der Digitalisierung ist es, zu groß und zu weitspurig zu denken und riesige Projekte anzulegen. „Fail fast, fail cheap“ heißt es im Silicon Valley: Modernisierungsprojekte greifen am besten, wenn sie kleine, klar definierte Problemfelder angehen, oft getestet werden und im Notfall ohne allzu weitrechende Konsequenzen wieder fallen gelassen werden können.Der kolossale Berg wird bezwingbar, wenn er erst in kleine Stücke unterteilt wird. Die Kunst liegt jedoch darin, auch im Kleinen effektiv zu planen; wird der damit verbundene Aufwand als zu groß wahrgenommen, dann nimmt man es schnell einmal mit der Planung nicht so genau, und genau da kommt man bei Engpässen in Schwierigkeiten. Es wäre also ein Trugschluss, zu denken, dass es bei kleineren Projekten weniger Planung bedarf – um effizient zu bleiben, müssen auch vermeintlich einfache, geradlinige Projekte sauber von Grund auf geplant werden.

Ob all der Digitalisierung darf am Ende ein Faktor nicht vergessen werden: Der Kunde bestimmt am Ende nach wie vor, ob ein Unternehmen erfolgreich sein kann oder nicht. Die erfolgreichen digitalen Geschäftsmodelle der letzten Jahre haben alle den Kundennutzen im Fokus – im stillen IT-Kämmerchen geht der allzu schnell vergessen.

Meistgesehen

Artboard 1