Liestal

Wie gehen «Fachleute» mit dem Leistungsdruck der Kinder um?

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Gestern konnten die Leser der bz das Interview von Basil Eckert, Leiter der Abteilung Schulpsychologie des Kantons Schwyz, lesen, das viele Kinder unter dem Leistungsdruck leiden. Die Ansicht, dass Kinder zu viele Verpflichtungen neben der Schule nachgehen, kann ich als Mutter zweier Kinder und Tagesmutter sehr wohl bestätigen, aber dass ein gewisser Druck nötig ist, damit die Schüler lernen mit Stress umzugehen ist der falsche Weg. Ein positives Umfeld muss für ein Kind/Schüler zuerst geschaffen werden, damit es überhaupt in der Lage ist, etwas Neues lernen zu können. In der Schweiz werden die öffentlichen Schulen von verschiedenen "Fachleuten" unterstützt und beraten. Aber den Eltern werden oft sehr einseitige Lösungsansätze aufgezeigt, was der vermeintliche richtige und einzige Weg sei. Die Warnzeichen für ein Burnout bei einem Kind werden von Basil Eckert, Kopf- und Bauchschmerzen, Schlafstörungen und über eine längeren Zeitraum das verweigern des Schulbesuches genannt. Diese Punkte sprechen ein klares Bild von einem Schüler, der kein positives Umfeld im Alltag findet. Aber die Aussage: "hilft oft nur noch eine stationäre psychiatrische Behandlung" ist völlig falsch dargelegt. Es gibt noch ganz viele Zwischentöne, die zuerst in Betragt gezogen werden müssen. Es gibt alternative Schulformen, wie zum Beispiel die Schule offenes Lernen in Liestal. Diese Schule fördert den Respekt vor jedem einzelnen, die Schüler sind ein Teil der Schule und gestalten sie mit. Kinder müssen nicht in eine Form gepresst werden, damit sie ins Raster passen, wir müssen lernen die Kinder so anzunehmen und zu lieben wie sie sind, mit ihren Stärken und Schwächen.

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