Die Endinger starteten verhalten. Nervosität machte sich vor allem in Angriff breit. Die Pässe waren ungenau, die Abstimmung stimmte nicht und zudem mussten sie mit viel Pech zurechtkommen, denn die Torchancen landeten zu oft an den Latten des gegnerischen Tors. So nutzten die Männer aus der Innerschweiz ihre Gelegenheiten, bestimmten das Tempo und zeigten sich unbeeindruckt vom Gegner.

Erst nach einer langen Viertelstunde gelang dem Gastgeber der erste Ausgleichstreffer. Doch wer unter den Zuschauern nun eine klare Steigerung der Endinger erwartete, der wurde enttäuscht. Das Team fand nicht zur eigenen Stärke, spielte zu langsam und offensichtlich, stand zu nahe am Gegner, lief immer wieder in die gegnerische Mauer rein, nutzte nicht das gesamte Spielfeld, sondern wurstelte sich in der Mitte durch.

Keeper als Fels in der Brandung

Christophorus Nungovitch parierte zwei Strafstösse, zeigte Topreaktionen, stand richtig und wurde immer sicherer. Sein inneres Feuer für den Handballsport zeigte er auch der Bank und dem Publikum. Diese Energie und Sicherheit vermochte das Team zeitweise zu stärken. In der 22. Minute konnten die Endinger zum ersten Mal einen Führungstreffer erzielen.

Die Offensive hatte sich leicht verbessert, die Defensive stand gut. Leider vermochten die Spieler die Konzentration nicht hoch halten und prompt war die hauchdünne Führung wieder dahin. Der BVS Stans trat weiterhin sicher auf und erzielte kurz vor der Pause den erneuten und verdienten Führungstreffer zum 10:11.

Tempoverschärfung

Das «Wort zum Sonntag» in der Kabine schien gewirkt zu haben. Christian Riechsteiner zog das Tempo an und dirigierte sein Team präziser. Die erste Welle klappte besser und das Spiel wurde schneller. Der BVS Stans hielt dagegen an und zog mit. So wogte das Spiel hin und her, die Endinger konnten sich einfach nicht absetzen.

Mit zwei tollen, schnell ausgeführten Distanzschüssen konnten die Gastgeber erneut mit zwei Toren abziehen, doch eigene Unachtsamkeiten brachte wieder den Ausgleich. Gleich zweimal hintereinander scheiterten die Endinger mit klaren Gegenstosschancen am gegnerischen Torhüter. Es schien, als müssten die Endinger die erste Niederlage in der Saison verkraften können. Die Zuschauer feuerten ihr Team immer klarer an, die Unterstützung war auch bitter nötig.

Kampfgeist

Die Endinger zeigten Nervenstärke und Kampfgeist. Ab und zu gelangen wirklich schöne Spielzüge, die von den Fans mit grossem Applaus honoriert wurden. Das Spiel stand auf Messers Schneide und blieb bis zum Ende spannend. Nungovitch motivierte die ganze Halle. Durch das Team ging ein Ruck und die Tore gelangen.

Doch erst gegen Spielende, als die Gäste erste Ermüdungserscheinungen zeigten, traten die Endinger wirklich sicher auf. Die Endinger schossen nun Tor um Tor und konnten sich mit einem 28:24 von ihren Fans verabschieden.

Erleicherung

Trainer Majeri freute sich über den Sieg. «Noch vor einem Jahr hätten wir ein solches Spiel verloren. Wir haben Nervenstärke bewiesen und hart gekämpft. Die Chancenauswertung war nicht optimal Die schwache erste Halbzeit ohne Gegenstoss oder erster Welle darf uns nicht passieren.»

Torhüter Nungovitch sprach auch nach dem Spiel mit viel Herzblut: «Unser Angriff war heute das Problem, er hatte grosse Wellen – Höhen und Tiefen. In der Verteidigung wurden wir immer besser. Gewonnen haben wir, weil wir ein starkes Team sind, wir unterstützen einander während des Spiels, das macht uns stark.»