Dank dem deutlichen Sieg im letzten Spiel gegen Birsfelden hält Solothurn weiterhin den Anschluss an die oberen Tabellenplätze. Steffisburg hingegen konnte bisher nur drei seiner zwölf Saisonspiele gewinnen und befindet sich im Abstiegskampf.

Gleich fünf Mannschaften befinden sich am Schluss der der NLB-Tabelle innerhalb von zwei Punkten. Für die Berner Oberländer ist damit jede Partie enorm wichtig, um zu Punkten zu kommen. Doch auch die Solothurner müssen im kommenden Duell unbedingt punkten, wenn sie die erste Saisonhälfte im oberen Mittelfeld abschliessen wollen.

Heimhalle als Chance für Steffisburg

Nicht ungewöhnlich ist, dass der heutige Gegner Steffisburg fünf seiner sieben Zähler (2 Siege, 1 Unentschieden) zuhause geholt hat. Die enge Heimhalle der Berner stellt so manchen Gegner vor Probleme. Das Spielfeld ist etwas kürzer als in den meisten anderen Hallen. Konditionell starke Teams wie der TV Solothurn können daher ihren Vorteil, den sie normalerweise gegen Ende eines Spiels haben, weniger ausnützen.

Und auch in der Breite ist die Halle in Steffisburg kleiner. Nur wenige Zentimeter neben der Seitenlinie folgt gleich die Seitenwand. Das schränkt das Flügelspiel ein und verlagert das Geschehen mehr ins Zentrum. Das kommt Solothurn, mit seinen flinken und technisch versierten Flügelspielern, sicherlich nicht entgegen, da Abschlüsse aus dieser Position in der Steffisburger Halle eher selten sind. Leiden wird in der schmaleren Halle sicherlich auch der Vorteil der agilen Solothurner in den Eins-gegen-Eins-Duellen, da die Verteidigung kompakter stehen kann.

Insgesamt Vorteile für Solothurn

Dennoch haben die Ambassadoren gute Chancen auf einen Sieg. Mit dem 2.06-Meter-Hünen Mathias Blaser und dem sprunggewaltigen Tom Althaus auf der linken Seite, und dem technischen versierten Werfer Max Freiberg auf Rechts haben die Solothurner einen torgefährlichen und ausgeglichenen Rückraum. Dieser kann auch gegen eine kompakte Verteidigung Tore aus der zweiten Reihe erzielen. Zudem verfügt die Equipe von Trainer Marco Kurth über schnelle Spielführer in der Mitte, die ihre Nebenleute gut in Szene setzen können.

Trotz Heimvorteil für Steffisburg geht der TV Solothurn also als leichter Favorit in diese Partie, auch weil er auf der Torhüterposition stärker besetzt ist und in den letzten Spielen sicherlich den stärkeren Eindruck hinterliess. Somit bleibt die Frage: Können die Gäste aus Solothurn den Schwung aus den letzten Partien mitnehmen oder kann Steffisburg seinen Vorteil in der Heimhalle ausnützen?