Jubla-Minischar Stüsslingen-Rohr

«Die Natur ist Programm genug»

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«Die Natur ist Programm genug»

Pfingsten ist für viele Kinder und Jugendliche aus den Jubla-Scharen Stüsslingen und Winznau nicht nur ein verlängertes Wochenende, sondern eine prägende Zeit im Jahr. Pfingsten heisst, es ist PfiLa-Zeit. Und das bedeutet drei spannende Lagertage draussen in der Natur. Wie sieht das konkret aus bei den Jubla-Scharen aus dem Pastoralraum Gösgen? Ein Besuch auf den Jurahöhen bringt Klarheit.

Jubla-Minischar Stüsslingen: «Wir sind eine grosse Familie»

Es ist Samstagnachmittag, wunderschönes Sommerwetter, hoffentlich bleibt es so. Zusammen mit Andrea-Maria Inauen, Präses der Jubla-Minischar Stüsslingen, wandern wir von Rohr aus los. Nach einer guten halben Stunde hören wir durch den Wald die ersten Stimmen von Kindern. Und bald erblicken wir den Lagerplatz der Stüsslinger. Eine grosse, schöne Wiese, umgeben von mehreren Waldstücken. Gerade wird ein grosses Zelt aufgestellt, ein «Nomad». Es besteht aus 64 Militärblachen, welche vorher zusammengeknüpft werden mussten. Natürlich haben die Kids dabei mitgeholfen. Nun geht es ans Aufstellen des Zeltes. Etwa 20 Kinder positionieren sich unter der grossen Blache, und auf das Kommando von Patrick platzieren alle ihre Zeltstange am richtigen Ort. Am Anfang wirkt das Zeltgebilde noch unstabil, doch durch das Spannen auf allen Seiten bekommt das Zelt Festigkeit und Form. Es ist das Lagerzelt, wo am Abend die grosse Gemeinschaft zusammenkommt. An einem anderen Ort auf dem Lagerplatz wurde unter kundiger Anleitung von Silvan und Dominik eine Hollywood-Schaukel angebracht. Die Schaukel ist massiv gebaut aus grossen Ästen und Militärblachen. Perfekt zum Chillen für drei Kinder. Mehr sind aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt. Allison die bereits zum vierten Mal im PfiLa dabei ist, sagt: «So etwas können wir nur, weil wir ein gutes Team sind. Wir helfen einander, halten zusammen und sind wie eine grosse Familie.»

Im diesjährigen PfiLa sind 41 Kinder und 25 Leiterinnen und Leiter Teil dieser grossen Familie. Marco aus dem Hauptleitungsteam des PfiLa’s berichtet von den Vorbereitungen: «Im Januar begannen die ersten Planungen. Eine Herausforderung ist jeweils das Finden eines geeigneten Lagerplatzes.» Das ging gut. Ein Bauer bot die Wiese an und stellte sogar noch einen grossen Wassertank auf. Sechs Wochen vor dem PifLa müssen die Programmblöcke stehen. Sie werden noch von einem Jugend+Sport-Coach kontrolliert. Die viele Arbeit ist für Marco kein Problem:  «Die Arbeit für diesen Grossanlass macht Freude. Besonders spannend finde ich, dass wir unsere Ideen voll einbringen können.» Luca und Manuel erzählen von der Geschichte, die wie ein roter Faden durch das PfiLa führt: «Es begann mit einem Life-Experiment von Professor Willi Wom. Er versprach, dass er in diesem Experiment zeigen könne, wie man ewig jung bleiben kann.» Das Experiment ging aber schief und die Menschen verwandelten sich in Zombies. Das Dorf wurde evakuiert. «Aus Sicherheitsgründen sind wir dann in fünf Gruppen über fünf unterschiedlichen Routen zu unserem neuen Lagerplatz marschiert. Das ist nun unser neues Dorf. Hoffentlich schaffen wir es, die Zombies wieder zu zurückzuverwandeln.» Marco verrät den Rest der Geschichte: «Am nächsten Tag geht es darum, ein Heilungsserum zu produzieren.» Das Abendessen ist in ein Geländespiel eingebaut. Die Kinder werden selber ein Robinsonessen auf dem Feuer zubereiten. 

Wie viele Leiterinnen und Leiter war Jasmin als Kind selber in den PfiLa dabei. Sie erzählt: «Ich finde es gut, was die Kinder hier draussen in der Natur und in dieser grossen Gemeinschaft erleben können. Das ist Zuhause in dieser Form nicht möglich. Ein PfiLa ist eine echte Horizonterweiterung.»

Vor dem Abschied noch ein Besuch im Küchenzelt. Es riecht bereits lecker nach Abendessen. Die Kinder helfen beim Rühren in der grossen Pfanne und schneiden Gemüse. Es gibt Chili con Carne. En Guete und Tschüss!

Jubla Winznau: Mega Spass trotz Regen

Es ist Sonntagnachmittag, es regnet, es geht ein zügiger Wind und es ist kühl. Und immer wieder ziehen Nebelschwaden durch hier oben auf der Schafmatt. Ein paar Minuten zu Fuss, und schon ist der grosse Lagerplatz der Jubla Winznau entdeckt. Auf dem grossen Feld verstreut sind mehrere Gruppen dabei, verschiedene Wettkampfposten zu absolvieren: Zum Beispiel  Teebeutelwerfen, Hindernisparcours oder Seilziehen. Alle Kinder sind gut eingepackt in Regenkleider. Nass und dreckig sind alle. Aber die meisten scheinen glücklich zu sein und geben Vollgas für ihre Gruppe. Schliesslich wollen sie ja gewinnen.

Auch im grossen Aufenthalts- und Essenszelt ist die Stimmung gut. Einige vom Leitungsteam erzählen: «Die Stimmung ist bis jetzt super. Trotz des Regens sind die Kinder voll motiviert. Den meisten macht der Regen und Dreck nichts aus. Es gehört schon fast zu einem PfiLa.» Auch dieses PfiLa startete am Samstagmorgen bei schönstem Wetter. Die 46 Kinder trafen sich beim Lostorf Bad. Die Geschichte dieses PfiLa: Es hatte einen Banküberfall gegeben. Die Polizei bat nun die Kinder um Hilfe. Sie waren erfolgreich, fanden die Diebe und konnten ihnen das Geld wieder abnehmen. Zur Belohnung gab es am Samstagabend einen Lagerfeuerabend. Gemütliches Beisammensein, Schoggibananen vom Feuer und Lieder singen. Das gefiel den Kindern: «Das Zusammensein am Lagerfeuer war wirklich super.»

Beim PfiLa der Jubla Winznau sind 30 Leiterinnen und Leiter mit dabei. Sina ist eine von ihnen und berichtet: «Das PfiLa ist schon fast Pflichtprogramm für die Schar. Auch wenn viel läuft bei der Arbeit oder in der Schule, es tut gut, ins PfiLa zu gehen. Man kommt etwas weg vom Alltag.» Der Zusammenhalt im Leitungsteam sei genial und man helfe sich. Es sei schön zu sehen, dass die Kinder es gut haben. «Klar, am Montagabend sind wir dann schon alle ziemlich müde. Das gehört dazu!» Jan und Janis aus dem PfiLa-Hauptleitungsteam haben eine aufwändige Vorbereitungszeit hinter sich. Auch für die Kinder beginne das Lager mit Arbeit, bis alles eingerichtet sei. Doch es gebe auch freie Zeit: «Dann können sich die Kinder selbständig beschäftigen. Die hängen dann nicht etwa am Smartphone rum, sondern sind draussen im Wald oder beim Spielen anzutreffen. Die Natur ist schon Programm genug.»

Inzwischen geht der X-Athlon langsam zu Ende. Bei jedem Posten erhielten die Gruppen für Ihre Leistung Sugus. Diese werden nun zusammengezählt und die Sieger auserkoren. Es gefällt den Kindern. Milena meint: «Das Spiel war super. Draussen sein macht einfach Spass!» Und Raoul sagt: «Das esch eifach Jubla!» Und getreu diesem Motto ging es auch gleich weiter. Zum Abschluss dieses intensiven Nachmittages durfte ein Runde Britisch-Bulldog nicht fehlen.

Zwei Besuche in zwei PfiLa – ein Fazit

Es ist bereichernd zu sehen, welche wertvolle Jugendarbeit von diesen beiden  Jubla-Scharen angeboten wird. Draussen sein in der Natur bei Regen und Sonnenschein, das Zusammensein und die Integration aller, einander helfen und sich unterstützen, Spiel und Spass in eine spannende Geschichte verpackt. Das ist PfiLa! Herzlichen Dank allen Leiterinnen und Leiter für ihren grossen Einsatz!

Matthias Walther, Ressort Jugend im Pastoralraum Gösgen

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