Aufsteiger haben es nicht leicht in der NLB, vor allem wenn sie durch eine Spielgemeinschaft in die NLB kommen. Dies musste auch der TV Solothurn erfahren, als er sich vor einigen Jahren dank einer Fusion mit Grauholz einen Platz in der zweithöchsten Liga sicherte. Zwei Saisons kämpfte die Spielgemeinschaft Grauholz/Solothurn gegen den Abstieg. Während dieser Kampf im ersten Jahr knapp erfolgreich war, stieg die SG nach der zweiten Saison in die Erstliga ab.

Die beiden Zürcher Klubs haben im Hinblick auf die aktuelle Spielzeit einen ähnlichen Schritt gewagt. Absteiger Horgen fusionierte mit Aufsteiger Wädenswil. Ziel der Spielgemeinschaft ist es, die Klasse zu halten. Zu Beginn der Saison schien es, als werde dieses Unterfangen sehr schwierig. Aus den ersten fünf Partien resultierten ebenso viele Niederlagen, eine davon auch gegen den TV Solothurn.

Steigerung nach verpatztem Start

Jedoch war die Begegnung zwischen Solothurn und Wädenswil/Horgen Anfang Saison höchst umkämpft. Der TVS hatte am Schluss knapp die Nase vorn und siegte mit 26:24. Damals stand Trainer Marco Kurth noch selber auf dem Platz und erzielte in der Schlussphase alle fünf Solothurner Treffer. Es waren die ersten beiden Punkte der Saison für die Aarestädter.

Marco Kurth hat sein Matchdress mittlerweile definitiv an den Nagel gehängt. Und die Zürcher haben sich nach dem desolaten Saisonstart erheblich gesteigert. Mit fünf Siegen und einem Unentschieden, bei nur drei Niederlagen, weist «Wädi» in den letzten neun Spielen nach der Niederlagenserie zu Beginn sogar eine positive Bilanz aus. Die meisten Punktgewinne erzielten die Zürcher gegen direkte Konkurrenten im Abstiegskampf. Erst im letzten Spiel schlugen sie eines der vorderen Teams. Die viertplatzierten Kadetten Espoirs gingen dabei gleich mit 20:28 unter.

Solothurn wieder mit allen Stammkräften

Der TV Solothurn ist also gewarnt. Die Form der SG Wädenswil/Horgen scheint zu stimmen und das Team befindet sich nur gerade drei Punkte hinter Solothurn. Letzteres kann aber nach dem personellen Engpass im letzten Spiel gegen Stans wieder auf die ganze Kadertiefe zurückgreifen. Unter diesen Voraussetzungen sollte es der Truppe von Marco Kurth möglich sein, gegen die agilen Zürcher zu bestehen und den Erfolg aus dem Hinspiel zu wiederholen.

Der Schlüssel zum Erfolg dürfte wie im Hinspiel einerseits das Spiel über den Kreisläufer sein, andererseits die Torhüter. Im ersten Aufeinandertreffen, das mit zwei Toren Differenz zugunsten der Solothurner endete, hielten die TVS-Hüter mit einer Abwehrquote von 43 Prozent nämlich exakt drei Bälle mehr als ihre Antipoden.