Trotz des souveränen Sieges gegen Einsiedeln am Vortrag, wurde Volley Schönenwerd der Favoritenrolle am zweiten Spieltag nicht von Anfang an gerecht. Der vermeintlich schwächere Gegner Jona profitierte von den zahlreichen Servicefehlern der Niederämter. Die Fehlerquote im Anspiel lag bis zum ersten technischen Timeout bei über 50%.

Nach der kurzen Auszeit dominierten weiterhin die Gäste das Spiel, welche ihre Führung auf 9:12 ausbauten. Trainer Rainer Vassiljev zog mit einem ersten Timeout Konsequenz, die jedoch nur kurzfristig Wirkung zeigte (11:12). Jona bremste die Schönenwerder Angreifer immer wieder mit einem starken Block aus, wodurch der Punkteunterschied bis zur zweiten technischen Auszeit auf drei erhöht werden konnte (13:16).

Nachdem auch Hänggi und Kollo am gegnerischen Block scheiterten, reagierte Vassiljev mit einem Passeurwechsel und einen Punkt später sogleich mit dem Wechsel von Mika für Gerber. Besonders der amerikanische Diagonalangreifer Mitchell Beal fand aber immer wieder ein Mittel, um sich im Angriff durchzusetzen, so dass Schönenwerd bei der zweiten Auszeit deutlich mit 15:21 unterlegen war. Obwohl Kollo dank einer Aufschlagsserie nochmals auf 19:21 verkürzen konnte, liess Jona nicht mehr nach.

Heidrich verschaffte wenig später durch einen Block an Plak den ersten Satzball, den er gleich selbst beim zweiten Versuch verwertete (21:25).

Den Start in den zweiten Durchgang fanden die Niederämter mit derselben Starting Six zwar besser als zuvor. Die Fehlerquote war allerdings immer noch sehr hoch, was den Gegnern Punkte verschaffte ohne selber aktiv zu sein (8:6).

Erst kurz vor der Satzhälfte fanden die Schönenwerder richtig ins Spiel und begannen die Gäste mit starken Services und einer erstmaligen Gegenwehr am Block unter Druck zu setzten (14:8).

Angeführt von Captain Gerber, der sich nun sowohl am Block als auch in einem starken Angriffsspiel zeigte, punkteten die Niederämter ungehindert in die Money Time (20:12). Trotz Timeout und Spielerwechsel fand Jona kein Mittel mehr den Spielstand nur annähernd zu wenden, so dass Kollo mit einem Service-Ass den Satz mit 25:16 beendete. Das Selbstvertrauen zogen die Niederämter gleich in den dritten Umgang mit. Besonders Captain Gerber baute die Führung für sein Team immer mehr aus.

Hingegen brach das Spiel der Gäste im Verlauf des Satzes total ein und Schönenwerd profitierte von deren zahlreichen Eigenfehlern und konnte gleichzeitig den Druck weiter erhöhen (12:4). Auch die genommene Auszeit von Coach Winteler verhalf Jona nicht zur Höchstform des ersten Durchgangs zurück, so dass die Niederämter bis zum zweiten technischen Timeout mit neun Punkten vorne lagen. Die deutliche Führung gaben die Solothurner auch nicht mehr aus den Händen und beendeten den Satz mit 25:14.

Nach der schwachen Performance startete Jona neu mit Gian Reto Riedi auf der Aussenposition und mit Joel Maag in der Mitte. Schönenwerd befand sich hingegen auch im vierten Durchgang immer noch in derselben Startaufstellung. Trotz eines sehr ausgeglichenen Satzbeginns und hartnäckiger Gegenwehr des Underdogs, gelang es den Niederämtern sich nach der Satzhälfte von den Gästen abzusetzen (16:13).

Schönenwerd punktete in jeglichen Variationen und Jona schien dadurch völlig aus der Bahn geworfen zu sein und verübte einen Fehler nach dem anderen. Das Spiel nahm deshalb ein schnelles Ende, nämlich gleich mit dem ersten Matchball durch ein Blockspiel von Gerber (25:15). Damit erfüllte Volley Schönenwerd die Pflichtaufgabe der Doppelrunde, nämlich sechs Punkte vor Heimpublikum zu holen.