Mit dem Ziel eine Medaille zu holen, starteten die Freespeed Ladies in die zweite Runde der Schweizer Meisterschaften im Ultimate Frisbee.

Im ersten Spiel trafen sie auf WEST und wollten die Revanche nach der Niederlage in der ersten Runde nun gewinnen. Beide Teams hatten sichtlich Mühe an diesem heissen Vormittag ins Spiel zu kommen. Es kam zu unzähligen Drops und Fehlwürfen. Ein Spiel, das an den Nerven zerrte, weil es sich so zäh dahin zog. Am Ende konnten es die Ladies mit 14:12 knapp für sich entscheiden.

Im folgenden Spiel wollten sie ihr Können besser präsentieren. Doch auf den Sieg folgte eine herbe 4:15 Niederlage gegen ZUF bei der die Ladies einiges ausprobierten, aber nichts gelingen wollte und ZUF allzu oft mit langen Würfen in der Endzone punktete. Eine Schwäche der Ladies, welche es im Turnier oft nicht schafften ihre langen Würfe zu fangen.

Im letzten Gruppenspiel am Sonntagmorgen traten die Ladies gegen den amtierenden Schweizer Meister FAB an. Im Vergleich zum Vortag boten sie nun ein ganz anderes Spiel. Motivation und Konzentration waren endlich als Stammspieler auf dem Feld mit dabei und die Ladies zeigten was sie im vergangenen Jahr dazu gelernt hatten. Zur Halbzeitpause lag FAB nur knapp 6:8 vorn. In der zweiten Spielhälfte zogen die Berner Frauen dann jedoch Punkt für Punkt davon und sicherten sich mit 8:15 den Sieg und den Einzug ins Frauenfinale.

Um zumindest die Bronze-Medaille noch zu gewinnen, musste das finale Spiel gegen WEST gewonnen werden. Beide Teams zeigten von Beginn, dass sie die Medaille wollten. Die Stimmung war wesentlich konzentrierter und verbissener als am Vortag und es gab mehr Calls. Zur Halbzeitpause lag WEST knapp vorn (6:8) und konnte auch danach den Vorsprung weiter aufbauen. Nach Ende der Spielzeit stand es 9:13 für WEST doch die Ladies kämpften weiter um den Sieg und punkteten dreimal in Folge. Wesentlich fitter, leicht nervös, aber voll motiviert, wollten sie auch noch die nächsten zwei Punkte zum Sieg machen. Doch nach zwei Breaks gelang es WEST endlich ihre Offense zu nutzen. Sie sicherten sich den Sieg und somit den 3. Platz (12:14).

Wie schon im Vorjahr sind die Ladies im letzten Spiel am Platz auf dem Treppchen gescheitert. Die Enttäuschung war gross. Doch obwohl das Saisonziel nicht erreicht wurde, können die Freespeed Ladies auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken. Schliesslich starteten sie mit dem ersten Turniersieg der Geschichte (Skybowl) in die Saison und erlangten zwei vierte Plätze (BUM und SM). Es ist beeindruckend zu sehen, wie sich das Team weiterentwickelt hat und im letzten Jahr zusammengewachsen ist. Ausserdem haben die Ladies ohne Frage den inoffiziellen Titel als „fittestes Schweizer Frauenteam“ verdient. Mit ein bisschen mehr Selbstvertrauen, Können und Konzentration starten sie dann hoffentlich in der nächsten Saison erneut den Angriff auf einen Podestplatz.