Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 32:25, 80 Prozent Wurfquote im Angriff, Knapp 40 Prozent abgewehrte Bälle in der Verteidigung. Einmal mehr dominiert der TV Solothurn auswärts in der gut besuchten Bieler Esplanade den Lokalrivalen aus dem Seeland. Von Beginn weg legten die Gäste resultatmässig vor und machten klar, wer der Favorit in diesem Duell ist. Dabei war es vor allem die linke Solothurner Angriffsseite, welche die Bieler vor grosse Probleme stellte. Alle acht Treffer bis zur 20. Minute (6:8) wurden entweder von Flügelläufer Sandro Sieber oder vom linken Aufbauspieler Mathias Blaser erzielt.

Jeder Schuss ein Treffer

Obwohl sich danach auch andere Solothurner noch in die Torschützenliste eintragen konnten, waren es aber trotzdem Sieber und Blaser, die dem Spiel bis zum Abpfiff ihren Stempel aufdrückten. Am Ende brillierten beide mit neun Treffern auf dem Konto, wohlgemerkt aus elf Versuchen, was eine überragende Wurfquote von 81 Prozent ergibt.

Trotz fremder Dominanz keimte beim HS Biel nach knapp 24 Minuten noch einmal Hoffnung auf. Eine Schwächephase der Solothurner Offensive nutzten die Berner, um noch einmal den Anschluss zu finden (9:9). Dieses Remis war aber von kurzer Dauer. Der TVS fing sich schnell wieder und konnte zudem in der Defensive in den wichtigen Momenten auf Torhüter Taro Diethelm zählen. Ganz im Gegensatz zum HS Biel. Dessen beide Keeper konnten in den gesamten 60 Minuten gerade mal enorm bescheidene drei Bälle abwehren. Mit einer Abwehrquote von unter 10 Prozent ist im Handball kein Blumentopf zu gewinnen.

Nun folgt der Spitzenkampf

Den Unterschied zum letztlich deutlichen Sieg legte der TV Solothurn in den zehn Minuten nach der Pause. Aus der knappen Halbzeit-Führung (13:12) machte der TVS in dieser Phase ein komfortables 6-Tore-Polster. Ruhig und abgeklärt spielten die Gäste ihre Angriffe aus, hatten oft auch die Musse abzuwarten bis die Schiedsrichter Zeitspiel anzeigten, ehe sie den Abschluss suchten. Und waren die Bieler einmal nicht auf der Höhe des Geschehens, nutzte die Truppe von Marco Kurth die Freiräume kaltblütig aus.

Mit dem klaren Verdikt von 32:25 behalten beide Mannschaften ihre Serien bei. Der TV Solothurn verzeichnet mit dem Erfolg nun bereits den vierten Sieg in Serie in der Meisterschaft, während Biel mit der vierten Niederlage in Folge in der Tabelle weiter an Ort und Stelle tritt. So kommt es nächsten Samstag im heimischen CIS für den TVS – mittlerweile Tabellenvierter – zum Spitzenkampf gegen die Lakers Stäfa. Die Zürcher liegen aktuell auf dem zweiten Tabellenrang und weisen mit fünf Vollerfolgen eine noch bessere Serie auf als Solothurn.