Verein Hessigkofen

Hessigkofen: Was tut mir gut?

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Einfachste Techniken können hilfreich sein ... (Foto: Internet Stichwort 'Tapping')

Einfachste Techniken können hilfreich sein ... (Foto: Internet Stichwort 'Tapping')

Der Wintervortrag des Vereins Hessigkofen brachte wieder ein interessantes Thema. Dr. Fredy Emch, der inzwischen pensionierte Dorfarzt aus Hessigkofen, sprach im ehemaligen Gemeindezimmer im alten Schulhaus über „Atmen – ‚Handeln‘ – Klopfen“. Mit praktischen Tipps und vielen grundsätzlichen Überlegungen liess er uns teilhaben an seinen Gedanken und Nachforschungen, die er schon während seiner aktiven Berufszeit als Arzt und insbesondere seit seiner Pensionierung intensiv pflegt.

Die zunehmende Spezialisierung der Medizin, der einseitige Glaube an die naturwissenschaftliche Präzision, die kostenmässig überbordende Technisierung machen Dr. Emch Sorgen. Er stellt fest, dass die moderne Medizin zu einseitig die blosse Syptombekämpfung  in den Vordergrund stellt, ohne den Ursachen der körperlichen und mentalen Probleme des modernen Menschen auf den Grund zu gehen. Er findet darum, das heutige Gesundheits- bzw. Krankheitswesen täte gut daran, vom traditionellen ganzheitlichen Wissen über Körper und Geist vermehrt ergänzend Gebrauch zu machen.

Es gibt nämlich einen schier unerschöpflichen Fundus an medizinischem Wissen seit Jahrhunderten wenn nicht Jahrtausenden. Das Gute daran ist, dass wir dieses Wissen und diese Techniken individuell anwenden können, ohne dass es uns – ausser etwas Zeit und Aufmerksamkeit – viel kostet. Atmen ist nicht automatisch richtig Atmen, Atmen kann auch Summen, Tönen, Schnurren und Obertönen heissen. Handeln in Form von z.B. Mesmer’schen Streichungen oder von verschiedenen Focusingtechniken haben ungeahnte Auswirkungen auf unser Wohlbefinden. Klopfen (Tapping)  basierend etwa auf der traditionellen chinesischen Medizin, auf der meridialen Akkupressur oder auf den Reflexzonen unseres Körpers sind neu-alte wirkungsvolle Heilmethoden. Der Fundus an Wissen aus vorzivilisatorischen Zeiten, des Schamanismus, der Hypnose usw. ist fast grenzenlos. Fredy Emch musste natürlich bei den Übersichten bleiben (ein Blatt zur Vertiefung wurde abgegeben). Er liess uns mit verschiedenen praktischen Übungen spüren, was sich für unseren Körper gut anfühlt, was wir nicht primär intellektuell sondern mit der rechten Hirnhälfte spüren können, was uns im Sinne von tieferen Bewusstseinszuständen entspricht – eben „was uns gut tut“, getreu dem Motto des Abends.

Die ZuhörerInnen konnten ansatzweise spüren, wie Medizin und Gesundheitsempfinden auch sein könnten. Und sie verdankten mit Applaus die schönen Anregungen von Fredy Emch. So setzt Hessigkofen seine Tradition fort, das Dorf der Hausärzte im Bucheggberg zu sein.

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