Pro Senectute

Hügelwanderung auf den Spuren von Römern uns Kelten

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Beim Forsthaus Bellmund

Beim Forsthaus Bellmund

Schöner hätte dieser Herbsttag nicht sein können, als sich die Wandergruppe der Pro Senectute Olten zur Wanderung auf den Jaissberg aufmachte. Nach der Bahnfahrt via Biel nach Studen im Herzen des Berner Seelandes war der nahe gelegene Senevita Wydenpark der ideale Ort für den Startkaffee. Nach der Begrüssung durch den Wanderleiter Hansruedi Hofer machten sich die 28 Wanderfreunde auf Richtung Jaissberg, einem langen, bewaldeten Höhenzug unweit von Biel, welcher in die Antike entführen sollte. Schon bald zeigte sich die Torturm-Anlage von Petinesca , ein massives Mauerwerk mit einem Durchlass in der Mitte. Petinesca war ein römisches Dorf am Hang des Berges und ein Teil des Dorfes lag an der Strasse von Aventicum nach Salodurum. Hier zogen sie durch, die Händler, die Legionäre, die Bauern mit ihren Karren. Wir studierten die erklärenden Tafeln. Auch bei der prähistorischen Wehranlage Keltenwall liessen wir uns Zeit zu einer ausführlichen Besichtigung. Dann gings auf einem schönen Wanderweg weiter bis zur Chnebelburg, welche auf der höchsten Erhebung des Jaissbergs liegt. Das ovale Burgplateau ist von einem eindrücklichen Burggraben umgeben und gehörte zu den eindrücklichsten Holz-Erde-Burganlagen des Hochmittelalters. Unterwegs wurde die Sicht frei auf einige Dörfer des Berner Seelandes in der Ebene. Nach einem kurzen und steilen Abstieg gings weiter im lauschigen Wald bis zum Forsthaus Bellmund, wo der verdiente Mittagshalt angesagt war. Danach wechselte die Wanderung das Gepräge und wir durchquerten die schmucken Dörfer Bellmund und Stöckleren, nahmen den Weg dem Waldrand und Maisfeldern entlang und weiter durch den Ipsewald bis zum Hasensprung. Unter uns lag nun der Bielersee und auf der gegenüberliegenden Seite auf dem Bergrücken Magglingen. Nach Sutz-Lattrigen war es nun nicht mehr weit, und trotzdem zog sich der Weg bis zum Restaurant Seepintli in die Länge, wie es einem so oft am Schluss einer Wanderung vorkommt. Den Schlusstrunk mit einem feinen Stück Kuchen und mit Blick auf den See genossen deshalb alle bei bester Laune. Auf der Rückfahrt via Biel waren sich alle einig: Es war eine wunderschöne Wanderung, die uns nebst viel Natur auch einige kulturelle Höhepunkte bot in einer für die meisten von uns unbekannten Gegend. (mva)

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