In Wien fand die 36. FISA World Masters Regatta vom 03.- 06. September mit Rekordbeteiligung statt. Mehr als 3700 Ruderinnen und Ruderer, aus allen Erdteilen und aus
41 Nationen waren in Wien am Start. Darunter auch Magdi und Hüss.
Gerudert wurde auf der bekannten internationalen Regattastrecke der Neuen Donau, wo schon 1991 die FISA Weltmeisterschaften und 1993 die FISA Masters Regatta stattfanden.
Die Wetterbedingungen waren dieses Mal von optimal bis katastrophal einzuordnen. Gab es noch zu Regattabeginn am Donnerstag Hitze und Sonnenschein, kam dann am Freitag der große Regen mit starker Abkühlung, jedoch ohne Wind. Ein Sturmtief mit sehr starken Böen und hohen Wellen mit Schaumkronen gab es dann am Samstag und am Sonntag, wobei die Außenbahnen (6-8) extrem benachteiligt waren. Seitens der FISA gab es sogar Überlegungen die Regatta abzubrechen.
Die Renndistanz beträgt für alle Teilnehmer 1000 Meter. Die knapp 600 Rennen mit den Mix-Rennen in den verschiedenen Bootsklassen wurden an den vier Regattatagen im Drei-bzw. Vierminutentakt auf acht Bahnen gestartet. Jedes Rennen gilt wie ein Finale und nur der jeweilige Sieger konnte sich am Siegersteg seine Medaille abholen.
Magdi hatte in sieben Rennen für die Undine Radolfzell und mit einer internationalen Renngemeinschaft (Masters International) gemeldet und zwar im WE 1x, WE 2x, WE 4x, WF 4x, WE 8+ sowie im mixF 2x (mit Hüss) und im mixE 4x. „Cox" Hüss steuerte für Hammonia Hamburg einen E 4+, sowie für Masters International die Boote WG 4+, WD 8+, WE 8+, WF 8+, WG 8+ und ruderte zusammen mit Magdi im mixF 2x.
Bereits im ersten Rennen am Freitag - WF 4x - konnte Magdi als Schlagfrau gegen Boote aus Australien, Frankreich und Japan einen klaren Start-Ziel-Sieg erringen. In ihrem Paradeboot - im WE 2x - mit ihrer französischen Partnerin Joelle Thuez, waren die Beiden wieder mal nicht zu schlagen und holten sich ihre Siegermedaillen mit Bestzeit von insgesamt 14 Booten am Siegersteg ab. Im letzten Rennen an diesem Freitag im WE 8+ mit „Cox" Hüss reichte es leider nur zu einem 2. Platz, knapp hinter einem Achter aus einer ebenfalls internationalen Rennngemeinschaft, jedoch weit vor Booten aus England, Australien und Deutschland.
Am Samstag, als der Nord-Weststurm auf der Regattastrecke hohe Wellen mit unberechenbaren Böen brachte, startete Magdi im WE 4x mit ihren Bootskolleginnen aus den USA (2) und Frankreich auf der stark benachteiligten Bahn 6. Trotz dieses Handicaps konnten die Vier ihr Rennen gegen Gegnerinnen aus Holland, Deutschland (2), Australien, Litauen und einer weiteren internationalen Renngemeinschaft souverän gewinnen. Mit ihrem Einerrennen - WE 1x - auf der noch mehr benachteiligten Außenbahn 7, war Magdi von vornherein auf verlorenem Posten. Bis 500 Meter noch voll dabei, erwischten sie so starke Böen mit hohen Wellen, dass ein Rudern fast nicht mehr möglich war. Trotzdem erkämpfte sie sich einen ehrenvollen dritten Platz. Siegerin hier wurde eine holländische Ruderin auf Bahn 3!
Am Sonntag, dem Abschlusstag mit den Mix-Rennen, stürmte es in gleicher Stärke. Im mixF 2x mit Hüss auf Außenbahn 6, wieder vom Gegenwind und Böen verweht, erruderten die Beiden einen sehr guten dritten Platz. In Magdis Abschlussrennen mit ihrer französischen Partnerin und zwei Ruderer von Nassovia Höchst im E-Doppelvierer auf Bahn 5, reichte es leider nur zu einem 2.Platz. Sieger wurde eine deutsche Renngemeinschaft auf Bahn 1!
Hüss war, außer dem Mix-Rennen mit Magdi im Doppelzweier, hauptsächlich als Steuermann recht erfolgreich. In fünf Rennen für Masters International ersteuerte er mit „seinen" Damen zwei Siege im WG 4+ und WF 8+, sowie drei 2. Plätze im WD 8+, WE 8+ und WG 8+ gegen starke Konkurrenz. Für Hammonia Hamburg reichte es im F 4+ leider nur zu einem 5. Platz.
Fazit: Eine sehr erfolgreiche FISA World Masters Regatta mit drei Siegen für Magdi und zwei Siege für Hüss liegt hinter den Beiden. Im nächsten Jahr findet die FISA Masters Regatta Anfang September in St. Cathrines/Kanada und die Euro-Masters Ende Juli/Anfang August in München statt. Die Teilnahme ist Pflicht für Magdi und Hüss.
Bei Beaty, Trainer vom RC Undine Radolfzell, möchten sich die Beiden für die ständige Trainingsunterstützung herzlich bedanken, denn ohne seinen professionellen Ratschlägen und Magdis Trainingsfleiß wäre das „Projekt Masters 2009" bestimmt nicht so erfolgreich geworden.

Weilheim-Bannholz, 05.10.2009
Hüss Lauer