Der Cup ist der zweite nationale Titel nach der Meisterschaft, wobei seine Wichtigkeit eingebüsst hat. Nur der Sieger kann sich für europäische Wettbewerbe qualifizieren, dazu ist der Modus mit Halbfinal und Final an einem Tag marketingtechnisch interessant, sportlich aber eine Farce.

Der RHC Basel hat in seiner jungen Vereinsgeschichte noch nie den Cuppokal geholt und wird am Sonntag in Diessbach um 13 Uhr im Halbfinale auf den Genève RHC treffen. Gegen die Genfer ging vor Weihnachten das letzte Duell knapp mit 6:7 in der Verlängerung verloren. Es werden sich auf neutraler und schwierig bespielbarer Piste zwei Mannschaften gegenüberstehen, die genauso wie die anderen Halbfinalisten Diessbach und Montreux valable Titelkandidaten sind. Aussenseiter gibt es keine mehr, die Top 4 der Meisterschaft sind unter sich.

Rot-Blau wird aufgrund der Niederlage und des dünneren Kaders als Aussenseiter auflaufen und hat insofern wenig zu verlieren. Dafür haben die Basler im Vorfeld tüchtig Selbstvertrauen mit sechs Punkten am vergangenen Wochenende getankt und scheinen rechtzeitig in Form zu kommen. Klappt es also mit dem letzten, noch offenen Titel in der Vereinsgeschichte? Sollte man sich im Halbfinale durchsetzen, würde nur wenige Stunden später um 18 Uhr das Finale anstehen.