In der noch jungen Historie von Unihockey Basel Regio konnte das Herren-Team im Cup-Wettbewerb, im Gegensatz zur Meisterschaft, nie wirklich überzeugen. In den vergangen 5 Jahren vermochten sich die Basler nur einmal für die Runde der letzten 32 Teams zu qualifizieren: Fünf Mal schied das Team gegen unterklassige Teams vorzeitig aus. In diesem Jahr sollte nun alles anders werden. Mit dem Anspruch eines NLB-Spitzenteams wollten die Basler an diesem Sonntagabend Vereinsgeschichte schreiben und sich erstmals für die Cup 1/8-Finals qualifizieren.

Dass dies nicht einfach würde, war dem Heimteam bewusst, trafen sie doch auf den formstarken NLB-Leader aus Davos. Ausserdem waren die Vorzeichen aus Basler Sicht wenig optimal, hatte das Team am Abend zuvor gegen einen direkten Konkurrenten um einen NLB-Spitzenplatz mit angezogener Handbremse gespielt. Basel Regio schien über die gesamte Spieldauer nicht fähig, die notwendige Energie auf den Platz zu bringen, welche für einen Sieg gegen einen solchen Gegner notwendig war.

Dieser Umstand wurde vor dem Spiel auch innerhalb der Mannschaft angesprochen. Cheftrainer Antti Peiponen zitierte in der Spielvorbereitung seinen Vorgänger Daniel Moser, der gerne vom UBR-Zug sprach, der nur schwer zu stoppen ist, wenn er einmal ins Rollen kommt. Entsprechend waren die Spieler von Beginn weg darauf bedacht, dem Gegner zu zeigen, dass an diesem Abend nur eine Mannschaft als Sieger in Frage kommen würde.

Der Staff reagierte auf die Niederlage am Vortag zudem mit einzelnen Veränderungen auf den Spielerpositionen, die sich am Ende als glückliches Händchen erweisen sollten. So war es Alex Richard, der am Tag zuvor noch als Joker auf der Bank war, welcher die für den Sieg wegweisenden Tore zum 1:0 und 3:0 erzielte. Anschliessend nahm der UBR-Zug definitiv Fahrt auf. Man sah sich wieder an die vergangene Saison erinnert, in welcher die Basler wiederholt die Gegner mit ihrem Zug zum Tor zu überrollen vermochten. Letztendlich resultierte für die Basler ein diskussionsloses 11:1 gegen ein Team, das in zwei NLB-Partien diese Saison immerhin 17 Tore erzielen konnte. Zufrieden mit der Defensivleistung, sieht Trainer Peiponen trotz der 11 Tore noch mehr Potential im Spiel nach vorne, wurden doch zahlreiche Konter zu unpräzise zu Ende gespielt.

Mit Spannung wird nun die Auslosung der nächsten Cup-Runde am kommenden Dienstag erwartet. Einen attraktiven Gegner aus der NLA in der heimischen Sandgruben Halle begrüssen zu können, wäre für die Basler Spieler eine willkommene Belohnung für die erstmalige 1/8-Final Qualifikation. Und natürlich wollen die Basler Spieler auch dann noch weiter an der Cup-Historie schrauben!

Unihockey Basel Regio - I. M. Davos-Klosters 11:1 (1:0, 4:0, 6:1)

Sandgruben, Basel. 94 Zuschauer. SR Geissbühler/Schmocker.

Tore: 19. A. Richard (P. Mendelin) 1:0. 24. N. Schwob (C. Mendelin) 2:0. 32. A. Richard (P. Mendelin) 3:0. 37. T. Vojtisek (P. Mendelin) 4:0. 40. N. Schwob (R. Staudenmann) 5:0. 46. D. Schütz (R. Staudenmann) 6:0. 48. D. Kramer (P. Schaffter) 7:0. 53. A. Marugg (M. Jäger) 7:1. 54. P. Mendelin 8:1. 56. D. Schütz (N. Schwob) 9:1. 58. A. Richard (P. Mendelin) 10:1. 59. C. Mendelin (R. Schmid) 11:1.

Strafen: keine Strafen gegen Unihockey Basel Regio. 3 mal 2 Minuten gegen I. M. Davos-Klosters.