Pro Senectute

Über die sanfte Hochebene der Freiberge

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La Maison rouge

La Maison rouge

An diesem prächtigen Spätsommertag freute sich eine stattliche Gruppe der Pro Senectute Olten auf die Wanderung auf der Hochebene der jurassischen Freiberge. Schon die Bahnfahrt von Biel nach Le Noirmont war ein Erlebnis. Der Wanderleiter Hansruedi Hofer konnte 31 Wanderfreunde begrüssen und gab vor dem Startkaffee noch einige interessante Details zur heutigen Route bekannt. Der Ausgangspunkt Le Noirmont liegt auf fast 1000 mt über Meer auf der Jurahochfläche der Freiberge. Ausgedehnte Juraweiden mit einzeln oder in Gruppen stehenden grossen Fichten, aber auch Linden, nehmen den südlichen Teil des Gemeindegebietes ein. Unsere Wanderung begann durch die Aussenquartiere des Dorfes, aber schon bald führte der Weg auf Wiesenpfaden und den Waldrändern entlang über die sanft gewellte Hochebene. Einzigartig sind die Trockensteinmauern, welche Wiesen und Äcker voneinander trennen. Auch die typischen, weiss getünchten Einzelhöfe, bei denen Stall und Wohnteil unter demselben Dach liegen, prägen die Landschaft. Freiberger Pferde sahen wir während der Wanderung nicht sehr viele, wahrscheinlich hatten sie sich eher in den Schatten zurückgezogen. Weit und offen, ruhig und beschaulich, so präsentierten sich uns die Freiberge. Da störten auch die Windräder nicht, die sich den Platz mit den typischen Wettertannen teilten. Die Route verlief auch viel auf bequemen weichen Waldwegen. Nach einem kurzen Aufstieg, von neugierigen Kühen beäugt und immer darauf bedacht, nicht in Kühplätter zu treten, erreichten wir unser Zwischenziel, la Maison Rouge, die grosse Schwester von Le Roselet, der Stiftung für das Pferd. Die neuen Gebäude verbinden sich mit dem strahlend weissen Klosterturm aus dem 17. Jh. zu einem harmonischen Ganzen. Der schön angelegte Picknickplatz war ideal für unseren Mittagshalt. Der Besuch bei den Pferden, die sich der grossen Hitze wegen im Stall aufhielten, durfte natürlich nicht fehlen. Sie dürfen hier auf ihre alten Tage nur noch Pferd sein, Tag für Tag unter freiem Himmel und auf saftig grünen Weiden. Der Schlusskaffee mit einem guten Stück Früchtekuchen wurde von allen sehr genossen. Auf uns wartete aber noch ein ca. halbstündiger Fussmarsch in der nachmittäglichen Wärme bis zur am nächsten gelegenen Station der Chemins de Fer du Jura. Dafür hatten wir dann in La-Chaux-de-Fonds noch genügend Zeit zum Schlecken einer Eiscreme, bevor es auf die abwechslungsreiche Rückfahrt via Biel wieder nach Hause ging. Diese wunderschöne Wanderung bei prächtigem Wetter in der weiten Landschaft der jurassischen Freiberge bleibt uns allen in bester Erinnerung. (mva)

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