Die Vorbereitung des Teams war bisher leistungsmässig durch ein Auf und Ab gekennzeichnet. Nach eher enttäuschenden Auftritten im Cup 1/16-Final gegen Bülach Floorball (6:5 n.V.) und dem heimischen Vorbereitungsturnier Stöckli Unihockey Challenge (NLB/1. Liga), folgte jeweils ein überzeugender Auftritt am Sarganserland-Cup (NLB) und zuletzt im Testspiel gegen Köniz.

Dem Staff um Cheftrainer Daniel Moser bleibt somit noch eine Woche Zeit, um diese Schwankungen auf einem möglich hohen Niveau zu stabilisieren. Er wird dabei weiterhin von Antti Peiponen (FIN) unterstützt, der gleichzeitig neu auch als Cheftrainer der U21 amtiert und somit die Förderung und Integration der jungen Generation von Basel Regio in die 1. Mannschaft optimieren soll.

Die zweite Position als Assistenztrainer nimmt Michael Kehrli ein. Der Captain des Aufstiegsteams hat aufgrund von diversen Verletzungen bereits in den vergangenen Play-offs seinen Unihockey-Stock gegen die Taktiktafel eingetauscht. Diesen wird er in Zukunft beim Stammverein Squirrels Ettingen in der 4. Liga wieder hervorholen. Werner Haller, Cheftrainer des Aufstiegsteams, wird die Rolle des Teammanagers übernehmen und weiterhin tatkräftig die Entwicklung des Fanionteams mitgestalten.

Im medizinischen Bereich konnte mit dem Swiss Therapie Team ein neuer Partner für die Betreuung des Herren-Teams gefunden werden. Charlotte de Keyzer (ex Damen NLB-Spielerin bei Unihockey Basel Regio) wird das Team als Physiotherapeutin während der Saison in Trainings und den Spielen betreuen.

Insgesamt 6 Neuzugänge

Neben Mikko Jolma (FIN, von Floorball Thurgau, NLB) stossen von NLB-Absteiger Olten Zofingen Jonas Niggli (23) und Dean Gratwohl (20) zu den Baslern. Während Niggli sich bereits als Leistungsträger in der NLB etablieren konnte und diese Rolle auch ins seinem neuen Team übernehmen soll, hat Gratwohl vor allem gegen Ende der letzten Saison mit guten Leistungen auf sich aufmerksam gemacht.

Mit Aaron Rudolf von Rohr (20) kehrt ein physisch starker Offensiv-Verteidiger nach einer Saison Auszeit mit Militär und Auslandaufenthalt zurück in die 1. Mannschaft. Ebenfalls nach einer Auszeit will es Markus Sutter (31) noch einmal wissen. Der langjährige Nationalliga-Spieler (Basel Magic, GC Unihockey und Zürisee Unihockey) kehrt nach verletzungsbedingten Pausen zurück aufs Feld und konnte seine Erfahrung in der bisherigen Vorbereitung bereits mehrfach einbringen.

Bis zum ersten Auftritt von Alfred Kurtesi (22) müssen sich die Fans noch ein wenig gedulden. Nach seinem Kreuzbandriss im Liga Cup-Final Ende Februar mit Nuglar United ist sein Comeback und erster Auftritt in der NLB frühestens im November vorgesehen. Aus verschiedenen Gründen nächstes Jahr nicht mehr im NLB-Team dabei sind Stefan Häring (Studium in Zürich), Valentin Schmid (Auslandaufenthalt in Dänemark) und Stephan Hänggi (neu ebenfalls Stammverein Squirrels Ettingen).

Der Saisonauftakt in die zweite NLB-Saison erfolgt diesen Samstag, 16. September um 19:00 Uhr gegen Verbano Gordola. Bereits zuvor starten an diesem Tag die U18 A (10:30 Uhr vs. Floorball Köniz), U21 (13:15 vs. UHT Schüpbach) und das Damen NLB-Team (16:00 Uhr vs. Floorball Uri) in der Sporthalle Sandgruben in Basel in die Meisterschaft. Somit gibt es vor heimischer Kulisse Unihockey pur zum Auftakt in die neue Saison!

Kurzinterview mit Cheftrainer Daniel Moser vor dem Saisonstart:

UBR: Die Vorbereitung ist fast vorbei. Was ist dein Fazit aus dieser Zeit und wie steht die Mannschaft zurzeit leistungsmässig da?

DM: Unser neues Sommertraining-Konzept, das bereits im Sommer 2 Halleneinheiten beinhaltet, hat sich vor allem bez. individueller Technik und individuellem Spielverständnis bereits ausbezahlt, und wir konnten so gegenüber dem letzten Jahr einen Schritt vorwärts machen. Die Zusammenarbeit mit unserem Physis-Coach Marco hat uns auch im physischen Bereich optimal vorbereitet. Mit dem Start der Hallentrainings hatten wir viele Taktische Einheiten (Trainingstag, Tainingslager), die uns auf das gewünschte Level gebracht haben. Insofern bin ich sehr zufrieden. Noch nicht zufrieden bin ich mit den Automatismen in den Linien. Dies ist vor allem auf das breite Kader, aber auch auf die verschiedenen Absenzen und verletzungsbedingten Ausfälle zurückzuführen. Wir konnten noch nie wirklich in Bestbesetzung trainieren.

Du hast das breite Kader bereits angesprochen. Wie schätzt du das aktuelle Kader ein und wie haben sich die Neuzugänge eingelebt?

Grundsätzlich ist das Gros des Teams zusammengeblieben. Das spricht für unsere Kontinuität und dem nachhaltigen Aufbau, den wir anstreben. Die bewussten Zuzüge haben uns auf den gewünschten Positionen verstärkt und besonders auch die Breite erweitert, welche uns in den letztjährigen Play-offs gefehlt hat. Ins Team integriert haben sich alle bestens, und bis auf die ausländischen Verstärkungsspieler konnten alles Spieler aus der Region transferiert werden, in der wir uns auch eine langfristige Zusammenarbeit wünschen.

Noch eine Woche bis zum Saisonstart. Was sind deine Erwartungen?

Die letzte Vorbereitungsphase muss den Automatismen gewidmet werden. Sind alle gesund, dann können wir aus dem Vollen schöpfen. Mit Blick auf die Ausganslage in der NLB erwarte ich eine Saison, in der jeder jeden schlagen kann, wenn die Favoriten nicht ihre 100%-Leistung und Energie abrufen können. Ich erwarte kein einziges einfaches Spiel. Schon gar nicht für uns. Wir sind in dieser Saison nicht mehr Jäger, sondern die Gejagten. Wie dieses junge, ambitionierte Team damit umgehen kann, werden wir sehen. Ich bin aber absolut von der Qualität der Mannschaft überzeugt. Wie müssen die PS einfach auf den Boden bringen! Das wird auch die Aufgabe des Staffs.