Pro Senectute

Wasserfallwanderung im Waadtländer Jura

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Voller Vorfreude auf die Wanderung im waadtländischen Jurasüdfuss nahmen die 20 Wanderfreunde der Pro Senectute Olten die etwas längere Bahnfahrt via Yverdon und Cossonay nach La Sarraz gerne in Kauf. Die Wanderleiterin Annekäthi Hänsli konnte erfreulicherweise zwei neue Wanderkolleginnen begrüssen. Das Schlosscafe öffnete extra früher für uns, damit wir den Startkaffee dort geniessen konnten. La Sarraz mit seinem imposanten Schloss aus dem 11. Jahrhundert, welches heute ein Heimat- und Pferdemuseum beherbergt, liegt im Waadtländer Mittelland. Nachdem wir das Dorf hinter uns gelassen hatten, gings der Venoge entlang bis zu den Wasserfällen „Tine de Conflens“, welche allerdings erst nach einem kurzen Abstieg über Treppen in Sicht kamen. Die „Tine de Conflens“ ist ein Doppelwasserfall, inmitten einer Schlucht, am Zusammenfluss der Venoge und des Veyron. Ein imposantes Schauspiel. Nach einem kurzen Trinkhalt führte der Weg weiter nach La Ferreyres mit seinen sehenswerten Bauernhäusern aus dem 16. Bis 19. Jahrhundert sowie einem alten Waschhaus. So langsam meldete sich der Hunger und beim Waldhaus Le Refuge machten wir unseren Mittagshalt. Auf dem darauf folgenden steilen Geröllweg bergab war Vorsicht geboten, aber schon bald gings wieder auf einem bequemen Waldweg weiter, vorbei an La Cressoniere ins wildromantische Tal des Nozon. Eine einzigartige Idylle mit der ständigen Begleitung des sprudelnden Baches, Moosteppichen mit glitzernden Wassertropfen und einer vielfältigen Pflanzenwelt. Zuhinterst bestaunten wir den Cascade du Dard, ein weiterer Wasserfall von einzigartiger Schönheit. Nach einem kurzen Aufstieg und einem kleinen Umweg über das Dörfchen Croy mit zwei schönen alten Brunnen kam unser Ziel, Romainmotier, immer näher. Die Abteikirche von Romainmotier ist eine der ältesten romanischen Kirchen der Schweiz und geht auf die Kluniazenser zurück. Beim Anblick der rötlichen Steine dieses historischen Bauwerks fühlt sich der Besucher ins 11. Jahrhundert zurückversetzt, in die Zeit, als die Mönche von Cluny die dritte Kirche erbauten. Dieses Juwel der romanischen Baukunst wurde über die Jahrhunderte mehrmals verändert. Auch das Bistro beim Kloster ist sehenswert, vor allem in Innern. Wir aber genossen hier den verdienten Schlusstrunk nach dieser einmalig schönen Wanderung bei idealem Wetter am Fusse des Waadtländer Juras. Auf der Rückfahrt blieb noch genügend Zeit zu angeregten Gesprächen oder einem kleinen Nickerchen. (mva)

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