Schon vor Spielbeginn, gleich nach dem Warm-Up, merkte der Basler Head Coach Antti Peiponen an, dass sein Team noch nicht ganz bereit für die Partie schien. Eine Einschätzung, welche auch vom Captain geteilt wurde. Dies sollte sich im ersten Drittel dann auch bewahrheiten. Die Basler wurden nie wirklich gefährlich vor dem gegnerischen Tor. Dem Heimteam schien es an der nötigen Energie und Entschlossenheit zu fehlen. Doch auch Floorball Thurgau war nicht wirklich besser und spielte eher verhalten und abwartend. Jedoch gelang den Gästen in der 17. Spielminute das 0:1. Dies war dann zugleich auch das Drittels-Resultat.

Peiponen fand in der Pause klare Worte für die Leistung seines Teams: «Wir sind aktuell auf 60-70 % unseres normalen Niveaus, so wird das nichts heute! Dies ist ein Heimspiel und ein Spitzenkampf, da muss einfach mehr kommen!» Auch nach dem Appell des Head Coaches war das Basler Spiel zunächst mehr «Krampf» als Augenweide, jedoch machte das Heimteam nun vor dem gegnerischen Tor häufiger alles richtig. Es war dann Vojtisek, der im dritten Anlauf den Ball über die Thurgauer Torlinie zum Ausgleich brachte.

Starker Vojtisek

Zwei Minuten später war es derselbe Vojtisek, welcher gar zur 2:1-Führung traf. Jetzt endlich kam der UBR-Zug ins Rollen. Energie, Spielfreude und das Auftreten eines Tabellenführers waren nun auf dem Feld auch sichtbar. Das 3:1 erzielte dann C. Mendelin mit einem schönen Schuss ins hohe Eck. Die Basler waren jedoch mit dem Kopf zu früh in der Pause und kassierten noch zwei völlig unnötige Tore zum Zwischenresultat von 3:3.

Nicht nur die Zuschauer stellten sich wohl die Frage, wer nun stärker aus der Garderobe zurückkehren würde: Die Thurgauer, welche vor der Pause noch zwei Tore erzielten hatten, oder die Basler, welche nach der erstmaligen Führung gleich wieder den Ausgleich hatten hinnehmen müssen. Die Basler agierten nun von Beginn weg dominanter und souveräner, die Thurgauer ihrerseits kassierten Strafe um Strafe.

Im Stil eines echten Spitzenteams machte dann das Basler Powerplay den Unterschied aus. Wieder war es der hervorragend aufspielende Vojtisek, der mit seinen Toren Nummer 4 und 5 des Abends die Basler Überzahl zu nutzen wusste und auf 5:3 erhöhte. Den letzten Treffer aufs leere Tor des Gegners durfte sich dann P. Mendelin zum 6:3-Schlusstand gutschreiben. 

Noch viel Potenzial vorhanden

Basel Regio ist nun zum Ende der Hinrunde «Herbstmeister». Nach elf gespielten Runden liegen die Basler einen Punkt vor Ad Astra Sarnen (und vier vor dem drittplatzierten Ticino Unihockey). Am kommenden Samstag (24.11., 16:00 Uhr) treffen die Basler zuhause in der Sporthalle Sandgruben auf Tabellenschlusslicht Grünenmatt. Am Sonntag (25.11., 18:00 Uhr) kommt es dann auswärts zum Spitzenkampf gegen Ad Astra Sarnen.

Das Team ist sich bewusst, dass noch viel Potenzial nach oben vorhanden ist und die Konstanz erhöht werden muss. Der Herbstmeister ist ein guter Anfang, jedoch will das Team mehr. Es gilt nun, weiter hart zu arbeiten und von Training zu Training besser zu werden.