Messerangriff
Angolaner auf offener Strasse in Basel niedergestochen – war es Rassismus?

Ein 64-jähriger Angolaner ist am Sonntagabend in Basel auf offener Strasse niedergestochen und lebensgefährlich verletzt worden. Die Polizei hat einen tatverdächtigen 29-jährigen Schweizer festgenommen. Die Behörden gehen von einem rassistischen Motiv aus.

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Am Sonntagabend ist ein Mann auf offener Strasse niedergestochen und lebensgefährlich verletzt worden (Symbolbild).

Am Sonntagabend ist ein Mann auf offener Strasse niedergestochen und lebensgefährlich verletzt worden (Symbolbild).

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Der mutmassliche Täter stach gegen 21.30 Uhr in der Rebgasse auf dem Trottoir vis à vis der Bushaltestelle Claraplatz zu, wie die Staatsanwaltschaft in der Nacht auf Montag mitteilte. Laut Aussage einer Passantin, welche die Polizei alarmierte, folgte ein Mann einem anderen, stach unvermittelt von hinten auf diesen ein und lief danach weiter.

Die Sanität brachte den Schwerverletzten in die Notfallstation, nachdem Passanten und die Polizei vor Ort erste Hilfe geleistet hatten. Er wurde notoperiert. Am Montagmittag war das Opfer gemäss einer zweiten Mitteilung ausser Lebensgefahr.

Nach Angaben eines Sprechers der Staatsanwaltschaft kannten sich das in Basel wohnhafte unbescholtene dunkelhäutige Opfer und der Täter nicht. Der Täter war laut Communiqué "erheblich alkoholisiert". Aufgrund erster Abklärungen sei von rassistischen Motiven auszugehen.

Der mutmassliche Täter wird noch befragt. Er wird dem Zwangsmassnahmengericht zugeführt. Er war kurz nach der Tat von einer Polizeipatrouille in der Nähe des Tatorts festgenommen worden. Weitere Zeugen werden gesucht.

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