Zeihen

Dem entführten Husky im Fricktal auf der Spur

Husky Lycos wird immer noch vermisst

Husky Lycos wird immer noch vermisst

Befindet sich der gestohlene Husky von Lisa O. im Fricktal? Das zumindest vermutet Elmar Neuhaus aus Zeihen. Gegenüber er az schildert er die merkwürdige Begegnung mit einer Frau in Begleitung eines Hundes, der der Beschreibung entspricht.

«Zu neunundneunzig Prozent bin ich davon überzeugt, dass es sich um den entführten Husky handelt, den ich bei uns im Dorf gesehen habe», hielt Elmar Neuhaus aus Zeihen gegenüber der Aargauer Zeitung fest.

Zur Erinnerung: Lycos heisst der Hund, den dessen Besitzerin seit ihrem Einkauf am 10. April vor dem Coop Pronto beim Prime Tower in Zürich vermisst - der Husky wurde entführt. Führt die Spur des vermissten Hundes wirklich ins Fricktal?

«Ich habe im Internet eine Aufnahme des Huskys gesehen und festgestellt, dass der von mir in Zeihen angetroffene Hund genau die selben Merkmale im Gesicht aufweist», sagte Elmar Neuhaus, der selber Besitzer von zwei kleineren Hunden ist.

«Den Husky zog sie hinter sich her»

Der Aargauer Zeitung schilderte der Zeiher Hündeler exklusiv, wie er die Begegnung mit dem Husky im Dorf erlebte: «Auf dem Trottoir zwischen den Restaurants Frohsinn und Rössli ging am Samstagnachmittag eine Frau mit einem Husky auf und ab. Sofort ist mir aufgefallen, dass ihr das Tier nicht gehorcht. Ich ging auf sie zu, habe sie angesprochen und gefragt, wie der Hund heisst, worauf sie sich sofort bis zur Nase mit ihrem Kopftuch bedeckte und kein Wort sprach. Der Husky hingegen kam freudig auf mich zu. Auf einmal rannte die schätzungsweise etwa 40 Jahre alte Frau weg in Richtung Hornussen, den Husky zog sie hinter sich her.»

Aufgrund der Reaktion der Frau nimmt Elmar Neuhaus an, dass etwas nicht stimmt: «Es muss der vermisste Lycos sein», ist er überzeugt.

Später vernahm der Zeuge, dass die Frau offenbar in der neuen Überbauung am Merowingerweg in Zeihen wohnt und dass sie der Polizei in Frick gemeldet habe, jemand hätte ihr den Hund wegnehmen wollen. «Damit war ich gemeint - so ein Witz. Ich habe ja selber zwei Hunde und will nicht noch einen», betonte Neuhaus. Im Gespräch mit der Aargauer Zeitung hielt er weiter fest, dass die Frau den Hund nach Feststellungen von Kollegen noch nicht lange hat. «Womöglich hat sie ihn jemandem abgekauft, ohne zu wissen, dass der Husky gestohlen ist.»

Belohnung für Tierheim

Neuhaus hat auf dem Onlineportal der Aargauer Zeitung gelesen, dass für das Auffinden von Lycos eine Belohnung ausgesetzt sei. „Falls meine Angaben zutreffen und es sich wirklich um den entführten Hund handelt, möchte ich die Belohnung trotzdem nicht. Die Besitzerin kann das Geld einem Tierheim spenden oder es selber behalten", sagte er. Er sei dann zufrieden, wenn sich der Hund wieder bei der rechtmässigen Besitzerin befindet, wie er betonte.

Inzwischen dürfte die Polizei, die informiert wurde, die Spur in Zeihen verfolgen. Barbara Breitschmid von der Kantonspolizei hielt diesbezüglich fest, dass es nicht einfach sei, aufgrund solcher Beobachtungen einzuschreiten, zumal die Polizei zuerst eine Anzeige haben müsste. Ansonsten mache es den Anschein, als ob nun eine Hetzjagd auf Husky-Besitzer veranstaltet würde.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1